Die Experten im Volkswagen Doppelpass sind im Fall Großkreutz geteilter Meinung. Ein SPORT1-Moderator geißelt dessen Vorbildfunktion. Lothar Matthäus beschwichtigt.

Der Rauswurf von Kevin Großkreutz beim VfB Struttgart hat die Experten im Volkswagen Doppelpass entzweit. 

Der frühere Bundesliga-Trainer Thomas Doll will in der Debatte "nicht den Moralapostel spielen", bekennt jedoch: "Er hat einen Riesenfehler gemacht, für den er bitter bezahlen musste."

Für Doll ist Großkreutz "ein Junge, der lebt für seine Emotionen. Ich hoffe, dass er nicht völlig raus ist aus dem Fußball", sagte er. 

Harald Gärtner, Geschäftsführer beim FC Ingolstadt, monierte derweil: "Er ist ein Typ auf dem Platz. Aber er ist auch eine Person der Öffentlichkeit und so muss man sich auch geben."

Fall Großkreutz: "Dummheit"

In dieselbe Richtung zielt die Kritik von SPORT1-Moderator Markus Höhner. Der warf Großkreutz vor, seine Vorbildfunktion vernachlässigt zu haben.

"In den Nachwuchsleistungszentren der Klubs arbeiten hunderte Trainer und Pädagogen an einem richtigen Verhalten von jungen Spielern. Dann mit 17-Jährigen loszuziehen, das tut mir leid: das geht nicht - raus!", kritisierte Höhner im Volkswagen Doppelpass.

SPORT1-Experte Thomas Strunz befand: "Er sollte überlegen, ob das alles richtig war, was er so in seinem Leben angestellt hat."

Weltmeister Lothar Matthäus hielt dagegen die schützende Hand über den Ex-VfB-Profi: "Es reicht, er hat seine Strafe bekommen, wir sollten zur Tagesordnung übergehen. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass er irgendwann zurückkommt."

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