Nach Kevin Großkreutz' Nachtausflug trennt sich der VfB Stuttgart von seinem Spieler. Der Weltmeister legt nun erstmal eine Pause vom Profi-Fußball ein.

+++ Das war's von der Pressekonferenz +++

Mit dem Statement von Großkreutz, bei dem keine Nachfragen erlaubt waren, geht eine sehr emotionale Pressekonferenz zu Ende.

+++ Emotionaler Auftritt von Großkreutz  +++

Die Worte von Großkreutz gingen unter die Haut. Mit tränenerstickter Stimme hat der Weltmeister seine Entschuldigung vorgetragen. Mehrere Male musste er seine Sätze unterbrechen, weil er die Tränen zurückhalten musste.

+++ Großkreutz: Die Erklärung im Wortlaut +++

"Ich wollte ein paar Sätze sagen, weil es mir wichtig ist und ich nicht einfach so abhauen wollte. Erst mal wollte ich mich bei meiner Familie und meinen Freunden dafür entschuldigen, dass sie sich so Riesensorgen gemacht haben. Ich bin froh, dass ich überhaupt noch hier bin.

Ich entschuldige mich bei den Leuten, ich muss damit leider leben. Wir sind zu dem Entschluss gekommen (uns zu trennen), wie der Manager schon gesagt hat. Mehr möchte ich zu diesem Thema gar nicht sagen.

Viel wichtiger ist mir, dass ich mich bei allen Mitarbeitern, der Mannschaft und den Fans bedanke von ganzem Herzen. Ich glaube, ich habe immer alles gegeben und habe mich mit dem Verein identifiziert und mich auch nach dem Abstieg sofort (zu ihm) bekannt.

Trotzdem ist es jetzt so gekommen. Dafür kann ich mich nur entschuldigen, auch bei der Mannschaft, dass so viel Unruhe rein kam jetzt. Deshalb ist es besser, dass jetzt mal Ruhe einkehrt und sie ihr Ziel erreichen können und aufsteigen werden und dass ich dann hoffentlich eingeladen werden und mit den Jungs den Aufstieg feiern kann.

Es ist mir auch noch wichtig. Es wurde viel geschrieben und viel gesagt. Ich werde jetzt erst mal ruhiger machen und möchte mit dem Profi-Fußball erst mal nichts mehr zu tun haben.

Ich hoffe, die Presse lässt meine Familie und mich jetzt einfach mal in Ruhe, damit ich nachdenken kann, das ist mir wichtig, bitte tut mir den Gefallen.

Mehr möchte ich jetzt gar nicht mehr sagen, ich möchte nur noch mal sagen: Vielen Dank an die Fans vom VfB Stuttgart, dass sie mich auch in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Der Mannschaft wünsche ich alles Gute und dass sie auf jeden Fall aufsteigt. Ich drücke die Daumen und werde die Spiele im Fernsehen verfolgen.
Und, wie gesagt: Danke für alles."

+++ Statement von Großkreutz +++

Kevin Großkreutz wird gleich ebenfalls ein Statement abgeben, sagt Schindelmeiser.

+++ Schindelmeiser über die Vertragsauflösung +++

"Ich werde nicht auf Details eingehen. Aber die Ereignisse haben uns keine Möglichkeit gelassen, eine andere Entscheidung zu treffen."

+++ Schindelmeiser über Großkreutz +++

"Kevin weiß, dass er großen Mist gebaut hat. Er hat eine Vorbildfunktion, vor allem gegenüber unserern Jugendspielern. Dieser Rolle ist er nicht gerecht geworden. Da konnten wir nicht zur Tagesordnung gehen. Wir sind zum Entschluss gekommen, dass wir den Vertrag auflösen. Die Gespräche waren fair. Kevin ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr Spieler des VfB. Trotzdem ist es uns wichtig, dass die menschliche Komponente nicht in den Hintergrund tritt."

+++ Alles bereit im Presseraum des VfB +++

Die Pressekonferenz beim VfB Stuttgart startet

+++ Offiziell: VfB trennt sich von Großkreutz  +++

Der Zweitligist vermeldet gerade offiziell, dass man sich von Kevin Großkreutz einvernehmlich trennt. "Die Vorgänge konnten aus Sicht des VfB Stuttgart nicht folgenlos bleiben. Gerade die Spieler der ersten Mannschaft haben eine besondere Vorbildfunktion für den Verein im Allgemeinen und unsere Jugendspieler im Besonderen", wird Sportvorstand Jan Schindelmeiser zitiert.

+++ VfB-Trainer Wolf  +++

"Nach den Vorkommnissen ist die Beendigung der Zusammenarbeit mit Kevin der einzige logische Schritt. Das ist für uns alle keine einfache Situation. Dennoch ist es jetzt wichtig, dass wir die unmittelbare Zukunft für den VfB gestalten und uns schnellstmöglich und bestmöglich auf das schwierige Spiel in Braunschweig konzentrieren."

Grund für das Aus des Weltmeisters nach nur 14 Monaten beim VfB sind die Ereignisse aus der die Verwicklung in eine Schlägerei in der Nacht zum Dienstag.

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