Jochen Drees kehrte nach einer kurzen Pause zurück © SPORT1

Beim Montagsspiel der Zweiten Liga muss der Spielbetrieb in der zweiten Halbzeit plötzlich eingestellt werden. Schuld an der Pause ist Schiedsrichter Jochen Drees.

Beim Zweitliga-Duell zwischen Union Berlin und dem 1. FC Nürnberg ist es in der zweiten Halbzeit zu einer Spielunterbrechung gekommen.

Schiedsrichter Jochen Drees musste das Spielfeld in der 77. Spielminute verlassen, weil er sich offenbar eine Verletzung zugezogen hatte. Der Unparteiische ließ sich am Oberschenkel vom Mannschaftsarzt der Berliner behandeln und kehrte kurz darauf zurück.

Die Mannschaften nutzten die unerwartete Auszeit zu einer Trinkpause. Anschließend nahm das Spiel deutlich Fahrt auf: Der eingewechselte Philipp Hosiner (83.) sorgte schließlich für den 1:0-Siegtreffer der Eisernen, die damit die Tabellenführung eroberten.

Köllner: Spielunterbrechung war Knackpunkt

"Die Verletzungspause des Schiedsrichters hat uns aus dem Tritt gebracht", sagte Nürnbergs Trainer Michael Köllner bei Sky. "Bis zu der Phase haben wir das Spiel eigentlich super im Griff gehabt. Die längere Unterbrechung hat Union in dann in die Karten gespielt. Es ärgert mich, dass wir mit null Punkten da stehen. Wir wollten hier etwas mitnehmen."

Sein Gegenüber Jens Keller relativierte die Bedeutung der ungewöhnlichen Auszeit. "Es war für beide Mannschaften gleich. Ich glaube, wir waren allgemein besser im Spiel, aber ob das uns geholfen hat, könnte ich jetzt nicht sagen", meinte Keller.

Obwohl Drees nach dem Wiederanpfiff nicht hundertprozentig beschwerdefrei zu sein schien, führte er die Partie fort. 

Er hätte auch die Option gehabt, sich vom vierten Offiziellen ersetzen zu lassen. Aber als Schiedsrichter muss man ja sowieso hart im Nehmen sein.

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