Hannover 96 v VfL Bochum 1848 - Second Bundesliga
Hannover 96 gibt seinen Fans Ratschläge für das richtige Jubeln © Getty Images

Vor dem Spiel gegen die Löwen veröffentlicht Hannover 96 Tipps für einen angemessenen Jubel auf der Tribüne. Am Ende wird die Aktion aufgeklärt.

Hannover 96 hat vor dem Heimspiel gegen 1860 München (Sa., ab 13 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) Jubel-Tipps veröffentlicht.

Auf der Vereinswebsite werden sechs hilfreiche (aber nicht ganz ernst gemeinte) Vorschläge gegeben, wie in jedem Fall über ein 96-Tor korrekt gejubelt wird. 

Hintergrund der Aktion ist die Reaktion von Löwen-Boss Hasan Ismaik auf den Jubel von Vorstandsmitgliedern des FC St. Pauli am vergangenen Spieltag. Damals ließ der Jordanier sechs Aufsichtsräte und zwei Präsidiumsmitglieder von ihren Plätzen entfernen, weil er sich vom Jubel über die beiden Tore zum Sieg der Gäste gestört fühlte.

Jubel-Verbot an die Fans

Hannover rät daher den Zuschauern zum Beispiel, bei einem Treffer der Roten sitzen zu bleiben, "auch das ruckartige Hochreißen der Arme muss wirklich nicht sein und ist dringend zu unterlassen".

Auch der körperliche Kontakt zu Mitmenschen solle man vermeiden. Selbst ein "lautes Klatsch-Geräusch" soll nicht entstehen, denn andere könnten das "als unangenehm empfinden", heißt es in der Mitteilung.

Ebenso solle jeder Fan im Stadion den Anweisungen des Ordnungspersonals Folge leisten: "Keine Widerrede, der Ordner hat immer Recht - den Anweisungen ist jederzeit Folge zu leisten."

Spitze gegen 1860

Doch die wichtigste Hilfestellung gibt es im letzten Punkt: "Alles ignorieren. Wir leben und lieben 96 mit allen Emotionen, die dazu gehören", schreiben die Niedersachen und senden eine Spitze in Richtung 1860: "Sorry liebe Gäste: Wir peitschen unsere Mannschaft nach vorne, egal, wen es stören könnte." 

St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig hatte das Vorgehen der Löwen-Bosse scharf kritisiert: "Wenn auf dem Altar des vielen Geldes Meinungsfreiheit und respektvoller Umgang mit Mitarbeitern, Medien und anderen Clubs auf der Strecke bleiben, dann gute Nacht, Fußballdeutschland."

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