1. FC Nuernberg v Hannover 96 - Second Bundesliga
Alois Schwartz verlor mit dem 1. FC Nürnberg das Frankenderby gegen Fürth © Getty Images

Fürth - Lange liefert das Franken-Duell wenig Erbauliches. Ein Glücksschuss bringt Fürth doch auf Siegkurs, Club-Coach Schwartz zeigt sich bei SPORT1 bedient.

Die SpVgg Greuther Fürth hat das 262. Franken-Derby gewonnen und ist in der Tabelle der 2. Liga am 1. FC Nürnberg vorbeigezogen.

Robert Zulj (77.) sorgte in einer niveauarmen Begegnung mit einem abgefälschten Schuss für den entscheidenden Treffer zum 1:0 (0:0)-Erfolg (Ticker zum Nachlesen).

"Es ist ein überragendes Gefühl! Aber ich bin nicht der alleinige Derbyheld, sondern alle, die heute gespielt haben," sagte der Torschütze nach Abpfiff bei SPORT1.

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Fürth hat nach dem fünften Spiel in Folge ohne Niederlage drei Punkte mehr auf dem Konto als die Nürnberger, die seit vier Begegnungen auf einen Dreier warten (Tabelle der Zweiten Bundesliga).

Bulthuis trotzig: Club bleibt Nummer 1 

FCN-Verteidiger Davy Bulthuis sieht die Situation allerdings gelassen und frotzelte bei SPORT1: "Nürnberg bleibt immer die Nummer Eins in Franken: Der größte Verein und die größte Geschichte. Auch wenn wir dreimal hintereinander verlieren."

Mit null Punkten und keinen Toren aus den vergangenen Partien schlittert der FCN indes immer tiefer in die Krise.

"Zwei Derby-Niederlagen bedeuten eine versaute Saison. Wir haben unsere zwei besten Torjäger abgegeben, einige Spieler haben das für eine Zeit ausgeglichen. Jetzt tun wir uns schwer, ein Tor zu erzielen", resümierte Nürnbergs Trainer Alois Schwartz.

Personell hatte der 49-Jährige das Spielsystem zum Derby auf fünf Positionen und mit einer Dreierkette radikal umgestellt.

Ganz schwache erste Halbzeit

Die 13.015 Zuschauer im nicht ausverkauften Sportpark Ronhof sahen eine ganz schwache erste Halbzeit.

Die Gastgeber hatten zwar deutlich mehr Spielanteile und doppelt so viele Torschüsse, gegen die gut organisierte Deckung der Nürnberger fand Fürth aber kein Mittel.

Das Offensivspiel der Gäste fand nur sporadisch statt. Ein Kopfball von Hanno Behrens (28.) sorgte noch für die größte Gefahr.

Zulj avanciert zum Matchwinner

Auch nach dem Wechsel war in erster Linie Kampf Trumpf in Fürth. Spielerisch boten beide Teams über weite Strecken nur Magerkost.

Ein Schuss von Zulj (51.) sorgte zumindest für etwas Torgefahr. (Spielplan/Ergebnisse der Zweiten Bundesliga)

Ein Flugkopfball von Johannes van den Bergh rettete der Nürnberger Georg Margreitter zudem vor der Linie (67.). Mit seinem Distanzschuss per Bogenlampe belohnte Zulj die etwas engagiertere Mannschaft dann aber doch noch.

Für Fürth war es der dritte 1:0-Sieg in der laufenden Saison.

Kein Wunder, dass Marco Caligiuri bei SPORT1 schwärmte: "Wir genießen den Tag, der Derbysieg bedeutet allen sehr viel und war hochverdient. Das Tor war glücklich, aber ansonsten waren wir überlegen und haben den Siegtreffer erzwungen." 

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