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Jeff Saibene wird der erste luxemburgische Cheftrainer im deutschen Profifußball © Getty Images

Der Luxemburger Jeff Saibene ist neuer Chefcoach bei Arminia Bielefeld. Bei SPORT1 spricht der 48-Jährige über die Herausforderung bei den Ostwestfalen.

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Arminia Bielefeld hat mit Jeff Saibene den neuen Cheftrainer gefunden.

SPORT1 hatte bereits am vergangenen Donnerstag vom Interesse der Ostwestfalen am Luxemburger berichtet.

"Mein Ziel war es immer in der Bundesliga zu arbeiten, entweder in der ersten oder in der zweiten, und wenn die zweite, dann sollte es für mich ein Traditionsverein sein mit viel Potenzial und das ist bei der Arminia gegeben", sagte Saibene im Gespräch mit SPORT1.

"In Bielefeld wird Fußball gelebt und es gibt ein super Stadion. Sportlich ist die Situation so, dass ich den verein retten kann, wovon ich 100 prozentig überzeugt bin."

Und er hat keine Bedenken vor der heiklen Aufgabe, nur weil in den vergangenen acht Monaten mit Rüdiger Rehm und Jürgen Kramny gleich zwei Trainer gehen mussten.

"Ich habe mich natürlich informiert, warum zuletzt zwei Trainer verschlissen wurden, aber ich gehe meine neue Aufgabe sehr positiv an", so Saibene.

"Zwei Monate, um Vollgas zu geben"

"Ich habe zwei Monate, um Vollgas zu geben. Ich habe solche Situationen schon oft in der Schweiz erlebt und gemeistert." Er sei "absolut optimistisch" und freue sich "sehr auf die neue Herausforderung".  

Was macht ihm Mut, dass die Mission Klassenerhalt gelingt?

"Ich war beim Spiel gegen Kaiserslautern (2:0) im Stadion und da hat man gesehen, dass die Truppe absolut intakt ist, es herrscht ein großer Kampfgeist und ein riesiger Wille."

Dies sei "die Basis für die letzten neun Spiele. Nach dem Sieg gegen den FCK sieht für Arminia die Tabelle schon wieder ganz anders aus und wie die Jungs aufgetreten sind, hat mich in der Entscheidung bestätigt. Ich bin überzeugt, dass das mit mir und Arminia klappt."

Saibene seit 2015 in Thun

Saibene hatte Thun seit 2015 trainiert. Der Verein vermeldete am späten Nachmittag den Abschied des Chefcoaches. 

Arminias Präsident Hans-Jürgen Laufer schwärmt von seinem Wunschkandidaten: "Seinen Ehrgeiz und Willen, das brauchen wir hier. Er motiviert die Mannschaft und geht voran."

Abschiedsankündigung von Saibene

Saibene hatte Anfang Januar angekündigt, seinen bis Saisonende laufenden Vertrag nicht zu verlängern.

Der 48-Jährige war von 1986 bis 2001 Nationalspieler in seinem Heimatland, auch beim FC Aarau und St. Gallen war Saibene bereits als Trainer tätig.