DSC Arminia Bielefeld v FC Erzgebirge Aue - Second Bundesliga
Da kommt Freude auf: Aues Nicky Adler (l.) feiert mit Fabio Kaufmann den Teilerfolg gegen Arminia Bielefeld © Getty Images

Bielefeld - Erzgebirge trotz in Bielefeld einem Zwei-Tore-Rückstand - wenn auch mit viel Dusel. Interimscoach Lenk sieht bei SPORT1 seine Arbeit belohnt - und hofft.

Robin Lenk hat als Interimscoach von Erzgebirge Aue in der 2. Bundesliga dank Moral und mächtig Dusel eine halbwegs geglückte Premiere hingelegt und seine Chancen bei der Suche nach einem neuen Chefcoach zumindest nicht verschlechtert.

Seine Mannschaft holte nach einem 0:2-Rückstand zur Halbzeit im Kellerduell bei Arminia Bielefeld angesichts gegnerischer Mithilfe noch ein 2:2, bleibt aber mit 19 Punkten Tabellenletzter. (Tabelle der Zweiten Bundesliga)

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Kurios: Vor 16.368 Zuschauern legten die Ostwestfalen einen Blitzstart hin und gingen nach 220 Sekunden durch ein Eigentor von Fabian Kalig (3.) und durch Julian Börner (4.) in Führung. (Ticker zum Nachlesen)

Noch nie hatten die Arminen in der 2. Liga so schnell mit zwei Toren vorne gelegen. Bielefelds Michael Görlitz (57.) per Eigentor und Nicky Adler (71.) sorgten dann aber doch noch für einen Teilerfolg der Gäste. (Spielplan/Ergebnisse der Zweiten Bundesliga)

Wie geht es weiter mit Aues Lenk?

"Es war eine Achterbahnfahrt", sagte Lenk nach Abpfiff bei SPORT1. "In der zweiten Halbzeit haben wir gesagt: So können wir uns nicht verabschieden. Man sieht, was man mit Wille, Laufbereitschaft und Kraft erreichen kann. Mit ein bisschen Glück gewinnen wir sogar noch."

Angesprochen auf die eigene Perspektive als Auer Interimscoach erklärte der 32-Jährige: "Ich bin ja noch relativ jung. Ich hoffe aber, die Jungs beeinflusst zu haben. Der Verein hat signalisiert, dass wir als Trainerteam gut gearbeitet haben."

Klub-Präsident Helge Leonhardt meinte dazu ausweichend: "Wir haben zwar einen Plan, müssen aber noch beraten. Nächsten Dienstag werden wir eine Entscheidung treffen, nächste Woche legen wir uns fest."

Kramny sieht Defizite im Abstiegskampf

DSC-Coach Jürgen Kramny kritisierte bei SPORT1: "Nach der Halbzeit haben wir nicht mehr teilgenommen. Irgendwie geht Abstiegskampf nicht. Wir müssen jetzt wieder aufstehen und Nehmerqualitäten zeigen."

Arminias glückloser Stürmer Christopher Nöthe wiederum haderte: "Aue hat während der Partie nicht einmal aufs Tor geschossen, und dann machen die doch zwei Treffer." 

Bielefeld rutscht in Tabelle ab

Bielefeld rutschte durch das achte Remis in der laufenden Saison mit 20 Zählern auf den vorletzten Platz ab und hat nun einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz. 

Lenk hatte bei den Sachsen am vergangenen Montag die Nachfolge des unglücklichen Pawel Dotschew angetreten. Für seine erste Partie stellte Aues Ex-Spieler gleich auf vier Positionen um.

Eigentor! Görlitz als Pechvogel

Dennoch lief es im Spiel der Sachsen lange nicht rund, vor allem die Abwehr leistete sich grobe Schnitzer. Nach der 2:0-Führung der Gastgeber verflachte die Partie zunächst.

Beide Mannschaften suchten ihr Glück meist in langen Bällen. Einen davon verlängerte Görlitz ins eigene Tor.

Adler belohnte die gute Auer Moral mit dem 2:2 - und profitierte dabei ebenso von einer Panne des Kontrahenten, weil ihm Sebastian Schuppan mit einem unglücklichen Klärungsversuch den Ball unfreiwillig auflegte.

Bemerkenswert: Aue holte damit erstmals seit Mai 2015 einen 0:2-Rückstand in der Zweiten Liga auf.

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