Nicky Adler feiert sein herrliches Siegtor © dpa Picture-Alliance

Aue - Erzgebirge Aue siegt im Kellerduell gegen St. Pauli und überholt die Hamburger in der Tabelle. Ein traumhaftes Fallrückzieher-Tor besiegelt den Erfolg.

Ein Traumtor von Nicky Adler hat Erzgebirge Aue einen wichtigen Sieg im Kellerduell der 2. Bundesliga gegen den FC St. Pauli beschert.

Adler traf beim 1:0 (1:0)-Erfolg per Fallrückzieher (28.). Aue verließ durch den sechsten Saisonsieg zumindest vorübergehend die Abstiegsplätze und steht erstmals seit fünf Monaten wieder über dem Strich.

Aue baut Serie aus

St. Pauli fiel hingegen nach den vielen positiven Ergebnissen der letzten Wochen wieder auf den Relegationsrang zurück. Nach dem schon zwölften Spiel ohne eigenes Tor steht für die Hamburger die erste Auswärtsniederlage seit November, zudem gelang aus den letzten drei Partien nur ein Punkt. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Ich übe das im Training und vor zwei Tagen habe ich schon mal so ein Tor erzielt. Zum Tor des Monats wird es wohl nicht reichen gegen das von Lukas Podolski, aber ich hätte nichts dagegen. Das war das schönste Tor meiner Karriere", sagte der Matchwinner nach dem Spiel zu SPORT1.

Teamkollege Christian Tiffert witzelte: "Ich weiß nicht, was ich mir dabei gebrochen hätte. Bein, Steiß oder auch alles. In der Situation zum Fallrückzieher anzusetzen ist schon verrückt, aber wenn er soviel Selbstvertrauen hat...Für mich ist es das Tor des Monats."

Die Gastgeber, die nun seit vier Spielen ohne Niederlage sind, waren in einer intensiven Begegnung in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Ein Freistoß von Mario Kvesic (14.) verfehlte sein Ziel nur knapp. Dann kam der große Auftritt von Adler, der Gäste-Schlussmann Philipp Heerwagen keine Chance ließ. (Spielplan und Ergebnisse)

Zuvor hatte Tedesco erstmals die Startelf auf einer Position umgebaut - ausgerechnet Matchwinner Adler kam neu rein.

"Wir sind sehr glücklich über die Art und Weise, wie wir heute aufgetreten sind. Es war ein sehenswertes Tor. Es ist wichtig, dass wir uns die Erfolgserlebnisse im Training holen", sagte Tedesco zu SPORT1.

Sein Gegenüber Ewald Lienen meinte: "Wir haben die erste Halbzeit verschlafen. Wir wissen, wo wir herkommen. Wir waren abgeschlagen Tabellenletzter und sind jetzt wieder voll im Rennen und hoffnungsfroh, dass wir es schaffen können."

St. Pauli scheitert an der Latte

Die Hamburger waren nach dem Wechsel zwar bemüht, es mangelte ihnen im Angriff aber an der notwendigen Durchschlagskraft. Aue war vor 10.000 Zuschauern weiterhin gefährlicher, Kvesic (59.) verpasste aber den zweiten Treffer. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Bei St. Pauli vergab der kurz zuvor eingewechselte Jan-Marc Schneider per Lattenschuss den Ausgleich (69.). In der Nachspielzeit traf Kvesic mit einem Freistoß zudem nur die Latte des Hamburger Tores (90. +2).

Weiterlesen