VfB Stuttgart v 1. FC Kaiserslautern - Second Bundesliga
Norbert Meier ist seit Januar Trainer des 1. FC Kaiserslautern © Getty Images

Kaiserslautern - Der 1. FC Kaiserslautern ringt dem 1. FC Heidenheim ein Remis ab. Das Ausgleichstor hat allerdings einen Makel. FCK-Coach Meier hat eine kuriose Meinung.

Der 1. FC Kaiserslautern hat den nächsten kleinen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht.

Gegen den 1. FC Heidenheim spielte das Team von Trainer Norbert Meier am Sonntag 1:1 (0:0) - es war die neunte Partie ohne Niederlage im heimischen Fritz-Walter-Stadion (Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga).

Arne Feick traf in der 66. Minute für Heidenheim, Norman Theuerkauf erzielte mit einem Eigentor den Ausgleich für die Pfälzer (76.), die mit 28 Punkten Tabellenplatz 13 belegen (Die Tabelle der 2. Bundesliga).

Der Makel an Lauterns Ausgleichstor: Ihm ging ein Schubser von Robert Glatzel gegen Theuerkauf voraus, den Schiedsrichter Guido Winkmann jedoch nicht als Offensivfoul wertete (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker). Ein Schuss von Zoltan Stieber sprang abgefälscht an die Latte, von dort aus an den Oberschenkel von Theuerkauf und anschließend ins Tor.

"Herr Winkmann macht keine Fehler"

Heidenheim hielt sich trotz des Aufregers nach dem Spiel wohltuend zurück. "Ich bekomme einen kleinen Schubser von hinten. Der Schiri hat nicht gepfiffen, also was soll ich jetzt reklamieren?" meinte Theuerkauf zu SPORT1.

"Ich weiß nicht, ob man so rangehen muss, aber ich komme auch nicht mehr richtig weg. Ob man das pfeifen muss? Keine Ahnung."

Heidenheim-Coach Frank Schmidt ergänzte: "Theuer (Theuerkauf, Anm. d. Red.) sagt, dass man nicht Foul pfeifen muss. Das ehrt ihn." Sein Gegenüber Norbert Meier hatte bei SPORT1 eine kuriose Meinung: "Herr Winkmann ist ein erfahrener Schiedsrichter, der macht keine Fehler. Tor ist Tor."

Winkmann zog sich aber auch den Unmut der FCK-Fans zu: Wegen anderer umstrittener Entscheidungen wurde er nach dem Spielende ausgepfiffen.

Duell der Defensivkünstler

Vor 24.022 Zuschauern, die erstmals im Jahr 2017 die 20.000er-Marke knackten, entwickelte sich das fast schon erwartet verhaltene Spiel. Schließlich stellten die beiden Teams bis zum Anpfiff die beste (Kaiserslautern/22 Gegentore) und zweitbeste Abwehr (Heidenheim/23) der Liga.

Trotzdem musste der FCK nach 772 Minuten wieder ein Gegentor auf dem Betzenberg hinnehmen.

Beide Trainer waren verletzungsbedingt und aufgrund von Sperren zu jeweils drei Änderungen in der Startelf gezwungen. Die Gastgeber steckten das in der ersten Halbzeit zwar ein wenig besser weg und waren das leicht überlegene Team. Die Gäste aus Heidenheim, die mit zwei Punkten aus den vergangenen drei Spielen den Anschluss an die Aufstiegsplätze verloren hatten, ließen aber nur wenig zu.

Es dauerte eine Stunde, ehe einer der Torhüter geprüft wurde: Heidenheims Kevin Müller parierte den Kopfball Osayamen Osawe (61.). Im Anschluss wurden die "Roten Teufel" etwas aktiver.

Weiterlesen