Heidenheims Marc Schnatterer verwandelte seinen zehnten Elfmeter in Serie, traf auch gegen Sandhausen © imago

Heidenheim - Heidenheim liegt gegen Sandhausen auf der Verliererstraße, ehe Schnatterer auftrumpft. Die Schlussphase ist turbulent, bei SPORT1 gibt's hinterher Wehklagen.

Der 1. FC Heidenheim hat nach einer furiosen Aufholjagd knapp einen Heimsieg gegen den SV Sandhausen verpasst und tritt auf der Stelle. (Der Ticker zum Nachlesen)

Angeführt vom überragenden Kapitän Marc Schnatterer glich der FCH einen 0:2-Rückstand aus. In der Nachspielzeit köpfte Denis Thomalla eine Schnatterer-Flanke an den Außenpfosten und verpasste so die Krönung der Heidenheimer Willensleistung.

"Den muss ich machen", ärgerte sich Thomalla hinterher bei SPORT1, "ich habe versucht, den Ball zu drücken und flach in Richtung Tor zu bringen. Aber leider ist er vorbeigegangen."

Highlights in Hattrick - die 2. Bundesliga ab 19 Uhr im TV auf SPORT1

Zumal der Mannschaft von Frank Schmidt der erste Heimpunkt der Rückrunde wenig nutzt: Nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Punktspielen ist der Aufstiegsrelegationsplatz für den Tabellensechsten Heidenheim bereits acht Punkte entfernt.

Sandhausen liegt weitere drei Zähler zurück. (Tabelle der Zweiten Bundesliga)

Zwei Platzverweise in der Schlussphase

Die zunächst überlegenen Gäste gingen vor 11.500 Zuschauern durch Tore von Jakub Kosecki (2.) und Denis Linsmayer (27.) verdient mit 2:0 in Führung.

Ein Kopfballtor von Arne Feick nach einem Eckball in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2) brachte Heidenheim etwas überraschend zurück ins Spiel.

Die Flanke kam von Schnatterer, der mit zwölf Assists mit Abstand bester Vorbereiter der Liga ist. Ein Handelfmeter des Kapitäns (66.) bescherte den Gastgebern dann den Ausgleich.

Bemerkenswert: Es war Schnatterer zehnter verwandelter Handelfmeter in Folge.

Am Ende wurde es dann auch noch farbenfroh: Sandhausens Daniel Lukasik kassierte in der turbulenten Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte. Die Ampelkarte sah aufseiten der Heidenheimer zudem John Verhoek (90.+3).

Schmidt und Schnatterer unzufrieden

Schnatterers Bilanz fiel denn auch gemischt aus.

"Eigentlich war es eine besondere Leistung, nach dem 0:2 zurückzukommen", meinte der 31-jährige bei SPORT1. "Aber die erste Halbzeit war nicht gut, da müssen wir früher aufwachen."

Auch Heidenheims Trainer Frank Schmidt war leicht unzufrieden: "Es wär schön gewesen, einen dreckigen Sieg mitzunehmen. Aber auf Grund der ersten Halbzeit haben wir uns das auch nicht verdient."

Sandhausen mit starkem Start

Denn: Nach dem Traumstart mit Koseckis Treffer nach einer Hereingabe von Philipp Klingmann bestimmte Sandhausen das Spiel.

Ein mustergültiger Konter über Kosecki, der den mitgelaufenen Linsmayer bediente, war der verdiente Lohn. (Spielplan/Ergebnisse der Zweiten Bundesliga)

Die lange enttäuschenden Gastgeber jubelten nach einer halben Stunde - allerdings zu früh: Ein Kopfballtreffer von Timo Beermann wurde von Schiedsrichter Christian Dietz (Kronach) nicht anerkannt, weil ihm ein Foul von John Verhoek an Daniel Gordon vorangegangen war (31.).

Zwei Standardsituationen brachten schließlich doch den Ausgleich, der hinterher für Diskussionsbedarf sorgte.

Sandhausen ärgert sich über Strafstoß

Zur Erklärung: Vor dem 2:2 per Strafstoß war SVS-Verteidiger Tim Knipping der Ball an den Oberarm gesprungen.

"Ich versuche, mit dem Körper hinzugehen, dann springt mir der Ball an die Hand. Mir tut es einfach für die Mannschaft leid, weil wir 90 Minuten einen guten Fight hingelegt haben", sagte Knipping bei SPORT1.

Weiterlesen