TSV 1860 Muenchen - Training Session
Zutritt verboten: Die Löwen sorgen erneut für einen Eklat © Getty Images

Der TSV 1860 München kommt nicht zur Ruhe. Bei einer Pressekonferenz sorgt der Klub für einen Eklat und wird vom Journalisten-Verband scharf kritisiert.

Bei einer Pressekonferenz des TSV 1860 München ist es erneut zu einem Eklat gekommen. Als eine Bild-Reporterin eine Frage zu Stefan Aigner stellte, wurde ihr zunächst eine Antwort verwehrt. Die "Löwen" wollten nach eigener Aussage nur sportliche Fragen beantworten.

Aus Protest verließen die Reporterin und ein Kollege schließlich die Pressekonferenz.

Wie der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) berichtet, wurde der Reporterin bereits am Montag mitgeteilt, dass sie "aufgrund der jüngsten Berichterstattung um Karim Matmour beim TSV 1860 derzeit nicht willkommen" sei. Am Donnerstag sei ihr schließlich die Akkreditierung für das Heimspiel gegen den FC St. Pauli am Samstag entzogen worden.

Journalisten-Verband kritisiert 1860

BJV-Geschäftsführerin Jutta Müller verurteilte das Verhalten der Münchner. "Wir fordern die Vereinsleitung des TSV 1860 auf, die Restriktionen gegen einzelne Medienvertreter unverzüglich aufzuheben und allen Medienvertretern ohne Unterschied Zugang zum Bundesligaspiel gegen den FC St. Pauli zu gewähren", sagte Müller.

"Der Verein missbraucht das Hausrecht dafür, missliebige Berichterstattung zu unterbinden. (…) Missliebige Meinungsäußerungen sind aus gutem Grunde hinzunehmen und vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit geschützt."

Bereits in den vergangenen Wochen hatte 1860 München dünnhäutig auf einige Berichterstattungen reagiert und Medienvertreter ausgeschlossen.

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