Mirko Slomka kehrte nach 869 Tagen auf die Trainerbank zurück © Imago

Karlsruhe - Den Badenern gelingt beim ersten Spiel unter dem neuen Trainer der dringend benötigte Befreiunggschlag. Nach einer schwachen ersten Hälfte geht es im zweiten Durchgang rund.

Gelungenes Debüt für Mirko Slomka: Bei seiner Rückkehr auf die Trainerbank nach 869 Tagen gewann der 49-Jährige mit seinem neuen Klub Karlsruher SC ein höchst unterhaltsames Abstiegsduell gegen Arminia Bielefeld 3:2 (0:0).

Der Österreicher Erwin Hoffer (82.) erzielte das Siegtor für den KSC. Durch den ersten Dreier nach zuvor sieben Spielen ohne Sieg behauptete der KSC Platz 15 knapp vor der Abstiegszone der 2. Bundesliga (Die Tabelle der Zweiten Liga).

"Das 2:2 hat weh getan, aber dann trifft endlich ein Stürmer. Das war befreiend", sagte Slomka bei SPORT1 über das Tor des Bielefelders Tom Schütz (68.) und den Siegtreffer von Hoffer.

Drei Tore binnen fünf Minuten

Bielefelds Kapitän Fabian Klos traf in der 51. Minute, ehe Abwehrspieler Jordi Figueras nach einer Ecke per Kopf (63.) und Dennis Kempe (66.) das Spiel zunächst drehten.

Das Tor von Linksverteidiger Kempe, der zunächst mit einem Hackentrick mehrere Gegner ausgespielt hatte und den Ball dann trocken ins Netz schoss, hatte es Slomka besonders angetan: "Kempes Tor war der Wahnsinn."

Bielefelds Trainer Jürgen Kramny bemängelte indes die fehlende Cleverness seines Teams: "Wir hatten die große Chance zum 2:0, dann fällt im direkten Gegenzug das 1:1." 

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Früher Pfostenschuss

Schon in der zweiten Minute zuckte Slomka, der die Startelf im Vergleich zur letzten Partie unter Interimscoach Lukas Kwasniok auf zwei Positionen verändert hatte, kurz zusammen, weil Bielefelds Mittelfeldspieler Schütz mit seinem Schuss aus gut 15 Metern den Pfosten traf.

In der Folge zeigten beide Teams eine ansprechende Partie, wobei die Gäste ein wenig aktiver in Richtung des gegnerischen Strafraums spielten (Ergebnisse und Spielplan).

KSC lange offensiv harmlos

Slomkas KSC stand in der Defensive mit einer Viererkette kompakt. In der Vorwärtsbewegung zeigten die Badener in der ersten Halbzeit aber noch zu wenig. Charalampos Mavrias scheiterte in der 31. Minute im Strafraum am mit dem Fuß parierenden Arminia-Torwart Wolfgang Hesl (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Kurz nach dem Wiederanpfiff flankte der Ex-Karlsruher Reinhold Yabo von links flach in den Strafraum auf Klos, der die Slomka-Elf kalt erwischte. Drei Tore innerhalb von fünf Minuten boten den 13.145 Zuschauern am Wildpark im Anschluss höchsten Unterhaltungswert.

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