Hans sama ist der wichtige Mann bei Misfits © Riot Games

Europas Zugpferd G2 Esports kämpft in der schweren Gruppe mit Problemen. Misfits überrascht und hat gute Chancen, während Fnatic vor dem Aus steht.

Von Marc Marake

Die europäischen Teams sind historisch gesehen keine Favoriten für den WM-Titel in League of Legends, können international jedoch mithalten.

Die Todesgruppe

Die hohen Erwartungen von und an G2 Esports wurden mit dem Gruppenlos gedämpft. Das EU LCS-Aushängeschild muss sich gegen das wohl beste chinesische Team RNG und den Vizeweltmeister Samsung Galaxy behaupten.

In allen Spielen zeigten Zven, Mithy und Co. gute Anleihen. Allerdings konnten sie nur den Pflichtsieg über 1907 Fenerbahçe holen. Gegen RNG und SSG verloren sie früher oder später den Faden.

G2 Esports hat definitiv die Klasse, mit einer erfolgreichen Rückrunde erstmals in die K.O-Phase einzuziehen. Jeweils ein einziger schlechter Team-Fight machte am Ende den großen Untertschied in jedem ihrer Matches und das trennte das Team um Perkz von einer 3:0-Woche.

Vom Underdog zum abgebrühten Hund?

Das Sensationsteam Misfits aus Europa steht vor dem Einzug in die Playoffs. Letztes Jahr mussten sie die Worlds als Aufsteiger aus der zweiten Liga von Zuhause anschauen - jetzt spielt das junge Team wie aus dem Nichts selbst auf der großen Bühne.

In der ausgeglichenen Gruppe teilt sich der EU LCS-Finalist den ersten Platz mit TSM und Team WE. Obwohl sie gegen die etablierten Teams als Außenseiter dastanden, wurde das Worlds-Debüt der Organisation vorerst erfolgreich gemeistert.

Im Mittelpunkt dieses Märchens steht der 18-Jährige Hans sama. Zeigt der AD-Carry auch in der Rückrunde diese spielentscheidende Leistung, kann er mit Star-Mid-Laner PowerOfEvil sein Team in die Playoffs bringen.

Adé Fnatic

Trotz des steinigen Weges zu den Worlds peilte das ambitionierte Team um vollblutprofi Rekkles die Runde der letzten Acht an.

Der dritte EU-Seed zeigte aber schon während der Play-In-Stage mit knappen Spielen und einer Niederlage gegen die Underdogs von Young Generation, dass es schwer werden könnte. So kam es auch: Eine vernichtende 0:3-Hinrunde mit individuellen und teambasierten Fehlern.

Lediglich eine unerwartete Glanzleistung könnte das Ruder noch rum reißen. Allerdings wäre das EU-Team noch immer auf die Ergebnisse der Gegner angewiesen. Zusätzlich gilt ein Sieg gegen Titelanwärter Longzhu Gaming fast als unmöglich, womit sie rechnerisch augeschieden wären.

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