In der Challenger Series werden viele namhafte Spieler antreten © Riot Games

Schalke 04 und Paris Saint-Germain haben es sich zum Ziel gesetzt, in die EU LCS aufzusteigen. Die zweiten Garnituren von Misfits und Fnatic haben etwas dagegen.

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Der anstehende Spring Split der Challenger Series in Europa scheint der interessanteste und stärkste überhaupt zu werden. Neben S04 und PSG kämpfen weitere spannende Teams darum, die Chance zu erhalten, im Sommer in der höchsten Spielklasse der Region anzutreten.

Königsblau setzt auf LCS-Erfahrung

Nach einem mehr als enttäuschenden ersten Split, an dessen Ende der Abstieg aus der EU LCS stand, will Schalke 04 direkt wieder den Aufzug ins Oberhaus nehmen. Dabei setzen die Knappen überwiegend auf Spieler, die LCS-Erfahrung haben.

Aushängeschild dieser Entscheidung ist der polnische Support-Spieler VandeR. Er erreichte mit H2k-Gaming im Oktober noch das Halbfinale der Weltmeisterschaft. Er und sein früherer Arbeitgeber gingen im Dezember dann getrennte Wege. VandeR gilt weiterhin als einer der besten Spieler in Europa auf seiner Position, weswegen er spielerisch als überqualifiziert angesehen werden kann.

Mit dem deutschen Top-Laner Smittyj, Jungler loulex und Mid-Laner Selfie gehören drei weitere erfahrene Akteure zum neuen Quintett der Königsblauen. Besonders der Letztgenannte gilt als großes Talent, das bisher aber noch nicht die Möglichkeit bekam, sich dauerhaft in der LCS auszuzeichnen. Er hatte im vergangenen Sommer großen Anteil daran, dass Misfits in die EU LCS aufstieg.

Der deutsche AD-Carry Upset komplettiert das Lineup von Schalke 04. Er hat von allen Spielern des Teams mit Abstand die wenigste Erfahrung als Profi. Im Dezember spielte er für Giants Gaming die Intel Extreme Masters in Gyeonggi und stach dabei positiv heraus, jedoch entschied sich der Rookie dafür, Schalke 04 beizutreten.

PSG mit südkoreanischem Duo

Auch Paris Saint-Germain nimmt den direkten Aufstieg in die EU LCS fest ins Visier. Im Gegensatz zur Konkurrenz aus Gelsenkirchen setzen die Franzosen unter anderem auf zwei Südkoreaner. Blanc und Pilot kamen Ende 2016 von den Jin Air Green Wings und sollen ihren Mitspielern mit ihrer Arbeitsmoral ein Vorbild sein.

Steve und Sprattel spielten im Sommer noch für Schalke 04, verließen das Team nach dem Abstieg im Herbst. Gerade für die beiden wird das Duell mit den Königsblauen mehr als nur ein einfaches Match in der Challenger Series sein. Jungler Kirei aus den Niederlanden komplettiert das Team.

Academy-Lineups der LCS-Teams in Lauerstellung

Mit Misfits Academy und Fnatic Academy treten zudem zwei Nachwuchs-Teams von LCS-Organisationen in der Challenger Series an. Letztere qualifizierten sich mit einem klaren 3:0 über Team Forge über den Qualifier und haben mit Kikis sogar einen früheren LCS-Champion in ihren Reihen.

Der deutsche Jungler Lamabear wird für Misfits Academy antreten © Riot Games

Misfits Academy setzt unter anderem auf den deutschen Jungler Lamabear, der im Relegationsturnier für den Spring Split der EU LCS im August vergangenen Jahres die gesamte Serie für Misfits gegen Origen (2:3) spielen durfte. Nun soll er im Academy-Team die Chance erhalten, mehr Erfahrung zu sammeln.

Außerdem treten das polnische Team Kinguin mit dem früheren LCS-Spieler Woolite und Millenium mit P1noy, der einst für Gambit Gaming in der EU LCS spielte, ebenfalls in der Challenger Series an. Nach ihrem deutlichen Sieg über Nerv im Qualifikationsturnier sollten die Polen von der Konkurrenz nicht unterschätzt werden. Die Challenger Series startet Ende Januar, der Spielplan ist allerdings noch nicht bekannt.

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