Der Deutsche Dominic “Nic” Asal spielt für Team expert © Blizzard Entertainment

Dominic “Nic” Asal spricht im Interview mit SPORT1 über sein Team und den Erfolg im Western Clash.

Von Gabriel Heidenfelder

Blizzard stellte mit Heroes of the Storm einen Konkurrenztitel zu den etablierten MOBAS League of Legends und Dota 2 auf. Obwohl die direkten Vergleichstitel immer noch deutlich stärker sind, schließt HotS weiter zu den etablierten Größen auf. Zu diesem Thema und seinem Erfolg im kürzlich erfolgten Western Clash hat SPORT1 den deutschen Profispieler Dominic “Nic” Asal von Team expert befragt.

SPORT1: Ihr habt im Western Clash vor Kurzem einen sehr starken zweiten Platz belegt. Wie hast du das Event erlebt?

Dominic “Nic” Asal: Es war sehr gut. Es war ja in der Ukraine, da waren die Erwartungen nicht ganz so groß, aber das Hotel war sehr schön und auch das Event selbst. Wir waren jetzt längere Zeit auf keinem LAN-Event mehr und es war sehr cool, wieder einmal die ganzen Spieler und Caster zu sehen und zu treffen.

Momentan sind ganze vier Teams auf Platz zwei im HotS-Split. Woran lag es, dass ihr euch anstelle von Teams wie Dignitas für den Clash qualifiziert habt?

Ich glaube, momentan sind wir auf jeden Fall stärker als Dignitas oder Tricked, obwohl Dignitas und auch wir selbst Anfang des Splits ein wenig underperformt haben. Generell würde ich trotzdem sagen, dass wir zurzeit von der Stärke her vor den anderen Teams auf dem zweiten Platz stehen.

Warum denkst du das?

In den Drafts der Champions sind wir, denke ich, ein ganzes Stück weit voraus. Beim allgemeinen Spielverständnis ebenfalls. Zwar nicht unbedingt mechanisch, aber ich würde auf jeden Fall sagen, Drafts und das allgemeine Spielverständnis sind unsere Stärken.

Denkst du, HotS kann in Zukunft vielleicht Titel wie Dota 2 oder League of Legends angreifen?

Vor allem League verliert in letzter Zeit ja immer mehr an Zuschauerzahlen, während Heroes of the Storm immer mehr dazugewinnt. Vor allem durch die HGC denke ich, können wir nächstes Jahr vielleicht auch Titel wie Dota 2 angreifen.

Was hast du aus deinem ersten Jahr als Profi gelernt?

Vor allem, dass man ein Stück weit diszipliniert sein muss. Wenn man weiter besser werden will und als Team bereits die anderen Teams schlägt, muss an trotzdem konstant weiterarbeiten und alles ernst nehmen. Ich persönlich vor allem dachte immer, dass wir eh erst einmal besser sind, aber da muss man auf jeden Fall dran bleiben.

Was rechnest du dir an Chancen für den weiteren Split aus?

Beim Western Split gegen Fnatic sahen die Spiele nicht ganz so gut aus, aber wir werden uns in den kommenden Wochen gut vorbereiten und einige Teams schlagen. Weiterhin bereiten wir uns auf die Blizzcon vor und hoffen, im Split Zweiter zu werden.

Was hältst du vom neusten Helden Garrosh?

Wir spielen ihn recht viel in den Scrims und er sieht schon stark aus, da er diesen Flip hat. Sollte ein Gegner geflippt werden, ist dieser eigentlich so gut wie tot und Garrosh ist trotzdem ziemlich tanky. Generell würde ich sagen, er sieht stark aus.

Was wünschst du dir für die Zukunft von Heroes of the Storm? Sowohl Gameplay-technisch als auch eSports-mäßig.

Im Bereich eSports finde ich es eigentlich momentan sehr gut, vor allem die HGC. Ansonsten gibt es alle paar Monate ein Offline-Event. Vom Spiel her wünsche ich mir, dass sie weiterhin schwierig zu spielende, mobile Champions hinzufügen und die Möglichkeit für starke Plays auch in Zukunft weiter voranbringen und belohnen.

Möchtest du noch etwas hinzufügen oder dich bei jemandem bedanken?

Beim Western Clash hat man den Support der Community sehr gespürt und auch die Fans, welche vor Ort waren, haben uns wirklich merklich unterstützt. Dieser Support war eine tolle Erfahrung und ich möchte mich hier bei allen unseren Fans und Unterstützern bedanken.

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