In der ESL Meisterschaft und beim FIWC-Qualifier konnte ihn niemand schlagen: Mo will 2017 zu seinem Jahr machen © ESL

Er ist für die WM qualifiziert und führt die ESLM-Tabelle an: FIFA-Profi Mohammed "Mo" Harkous ist in Top-Form und nimmt sich für 2017 noch viel vor.

Von Maximilian Eichgrün

SPORT1: Zurzeit läuft es ja ziemlich gut für dich, was FIFA angeht. In München warst du erfolgreich, hast dich so für den FIWC qualifiziert und bei der ESL Meisterschaft bist du bislang auch ungeschlagen. Was glaubst du, sind die Gründe für den aktuellen Erfolg?

Mo: Ich habe wegen der Schule eine lange Pause eingelegt und dachte, dass es dadurch schwerer wird, wieder in Form zu kommen. Das Gegenteil war aber der Fall und ich zeige meine besten Leistungen in diesem Jahr. Die Pause war sehr hilfreich, denn danach war ich wieder sehr motiviert und hatte Spaß, was sehr wichtig ist, um erfolgreich zu sein.

SPORT1: Sicher steckt auch jede Menge Training dahinter. Wie viel trainierst du normalerweise in der Woche und wie sieht dein Training aus?

Mo: Vor den großen Turnieren nehme ich das Training sehr ernst und spiele am Wochenende um die zehn Stunden. In der Woche hatte ich zuletzt wegen des Abiturs kaum Zeit, die Konsole anzuschmeißen. Im Training spiele ich zuerst die Weekend League, wo man meist sehr viele Chancen kreieren kann. Danach spiele ich gegen andere deutsche Profis, wo es dann ein bisschen schwerer wird.

SPORT1: Wo du die deutschen Profis ansprichst: Welche deutschen Spieler hältst du momentan für am stärksten? Vor wem hast du am meisten Respekt?

Mo: Dieses Jahr ist das die schwerste Frage. Es gibt, glaube ich, vier deutsche Spieler, die an guten Tagen jeden schlagen können. Cihan hat dieses Jahr am konstantesten gespielt, aber auch Timo und deto sind sehr stark. Deshalb würde ich uns vier als relativ gleich stark bezeichnen.

SPORT1: Traust du dir zu, die ESL Meisterschaft gegen diese Konkurrenz zu gewinnen? Und was sind deine Ziele für den FIWC?

Mo: Ich habe immer das Ziel, jedes Spiel zu gewinnen. Bei der ESL Meisterschaft war es immer so, dass, wenn man seine Leistung konstant abruft, man auch die gerechte Platzierung erreicht. Vor allem durch den Best-of-Five-Modus ist der Glücksfaktor nicht so entscheidend.

Bei der Weltmeisterschaft ist es anders. Da braucht man das nötige Glück, weil man schnell durch Pech ein Spiel verlieren kann. Natürlich habe ich auch dort das Ziel, den Titel zu holen. Wenn ich aber gut spiele und es dennoch nur für einen Platz unter den besten Acht reicht, werde ich mich nicht zerfleischen.

SPORT1: Bei solchen Ambitionen ist das Team entscheidend. Worauf achtest du, wenn du, wie vor Kurzem, ein neues Ultimate Team baust?

Mo: Das Team muss im Kern aus drei bis vier Spielern bestehen, die man sehr mag und auch gut kennt. Dadurch vereinfacht sich die Spielerwahl, aber ich hole mir auch immer Rat von meinen Followern, die auch sehr kreative Ideen haben. Ramos, Kanté, Ronaldo und Messi müssen für mich unbedingt dabei sein.

SPORT1: Zum Abschluss ein kleiner Blick in die Zukunft: Was erhoffst du dir von FIFA 18?

Mo: Ich erhoffe mir, dass das Spiel Skill-lastiger wird. Im Moment ist die CPU nicht mehr so stark. Es ist also nicht mehr so schwer, zu verteidigen.

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