Es ist die größte CS:GO-Überraschung des Jahres. Gambit Esports gewinnt das Major und SPORT1 beleuchtet den Weg zum Erfolg.

Es ist schon fast ein kleines Wunder. Bei Natus Vincere aussortiert und nun Major-Champion - Zeus macht sein Versprechen wahr, nicht mit CS:GO aufzuhören, ehe er die Trophäe eines Majors in die Höhe stemmen darf.

Die Zeit vor dem Göttervater

Das CS:GO-Team von Gambit Esports wurde Anfang 2016 ins Leben gerufen. Direkt beim ersten Anlauf schaffte es das osteuropäische Team auf das Major. Dies lief allerdings nicht sehr erfolgreich. Man scheiterte in der Gruppenphase.

Der zweite Versuch brachte den ersehnten Legend-Slot durch das Erreichen des Viertelfinales. Währenddessen zeigten sich bei Natus Vincere Probleme und die ausbleibenden Erfolge wurden an Zeus festgemacht, der das Team verlassen musste.

Trotzdem blieb der Ukrainer hartnäckig. In einem Tweet gab der In-Game-Leader an, dass er nicht mit dem Spielen aufhören würde, solange er noch kein Major gewonnen hat. Diesen Ehrgeiz und Willen konnte er anscheinend allerdings nicht mehr auf sein Team übertragen.

Zeus und seine Jünger

Der geborene Anführer fand mit Gambit ein neues Team. Der gesicherte Legend-Slot der Osteuropäer brachte ihn erneut zum größten Turnier der Szene. Online zeigte sich Gambit oft schwach und ohne Durchschlagskraft, sodass kaum einer damit rechnen konnte, dass Gambit jemals das Zeug zum großen Titel hätte.

Offline allerdings wirkten die von Zeus geführten Spieler deutlich gefährlicher. Titel bei den Predator Masters, der DreamHack Winter und der DreamHack Austin konnten sich sehen lassen. Trotzdem hatten diese Siege kaum Gewicht, da nur wenige Top-Teams bei diesen Events vertreten waren.

Die riesige Überraschung in Krakau

Die Show von Gambit Esports begann beim PGL Major bereits in der Vorrunde. Im SWISS-System schafften es die Osteuropäer, mousesports, G2 Esports und Virtus.pro zu besiegen. Ohne Niederlagen zog man in die Playoffs ein. Dort wartete mit Fnatic ein erfahrener und aimstarker Gegner.

Auch hier gab Gambit nicht eine Map ab und stand damit bereits unter den besten Vier des Turniers. Im Halbfinale ging das Team gegen den zu diesem Zeitpunkt amtierenden Major-Champion Astralis noch einmal als deutlicher Underdog ins Rennen.

Erneut setzten sich die Osteuropäer durch. Die taktischen Einflüsse von Zeus, gepaart mit der Firepower der restlichen Spieler, sowie ein unbeugsamer Siegeswille brachten den Einzug ins Finale.

Das große Endspiel zwischen den Brasilianern aus dem Hause Immortals und Gambit stand zu Beginn unter keinem guten Stern für Zeus und Co. IMT zerlegte die Osteuropäer förmlich auf Cobblestone. Dann drehte das CIS-Team aber auf und sicherte sich sowohl Train als auch Inferno.

Nun kann Zeus endlich den angehefteten Tweet von seiner Pinnwand nehmen - die Mission Major-Sieg in Krakau war erfolgreich.

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