Mit dem Regel-Crashkurs von SPORT1 zusammen mit Asterix und Obelix bleibt jeder frisch gebackene Eishockey-Fan beim WM-Viertelfinale gegen Kanada auf Puck-Höhe.

Die Eishockey-WM geht mit dem Viertelfinale (ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in die alles entscheidende K.o.-Phase.

Auch das DEB-Team hat sich durch einen dramatischen Penalty-Krimi im letzten Gruppenspiel gegen Lettland in letzter Sekunde in die Runde der besten acht Eishockey-Nationen gerettet.

Dort warten nun die schier übermächtigen Kanadier, die mit der besten Bilanz aller Teams ins Viertelfinale eingezogen sind.

Für alle neu dazu gewonnen Eishockey-Fans hat SPORT1 vor dem Kracher am Donnerstag (ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im TICKER) den ultimativen Regel-Crashkurs parat, damit beim Mitfiebern auch keine Fragen zu Roughing, Tripping oder Holding aufkommen.

Dabei helfen die WM-Maskottchen Asterix und Obelix zusammen mit den Galliern und Römern kräftig mit und zeigen, was erlaubt ist - und was nicht.

Bestrafungen

Auch wenn es manchmal beim Eishockey so scheint, als sei alles erlaubt - "übertriebene Härte" wird durchaus bestraft. Wer über die Stränge schlägt, muss wegen Roughing für zwei Strafminuten auf der Bank Platz nehmen.

Auch das eher aus dem Fußball bekannte Beinstellen bleibt im Eishockey nicht ungestraft. Auf dem Eis spricht man dann von Tripping.

Weitere Gründe für Bestrafungen: High Sticking (Hoher Stock), Holding (Festhalten), Holding the Stick (Festhalten des Schlägers), Interference (Behinderung), Hooking (Haken), Cross-Checking (Stock-Check), Kneeing (Check mit dem Knie), Delay of Game (Spielverzögerung, zum Beispiel absichtliches Verschieben des Tores), Slashing (Stockschlag), Spearing (Stockstich), Butt-Ending (Stockendstoß), Checking from behind (Check von hinten), Checking to the head (Check gegen den Kopf), Elbowing (Ellbogencheck), Too many men on ice (zu viele Spieler auf dem Eis, Wechselfehler), Unsportsmanlike Conduct (unsportliches Verhalten, zum Beispiel bei Schwalben), Charging (unerlaubter Körperangriff), Misconduct (Schiedsrichterkritik)

Für jede Strafe gibt es ein spezielles Handzeichen, mit dem der Schiedsrichter die Strafe anzeigt. Die Höhe der Strafe liegt - innerhalb gewisser Rahmen - im Ermessen des Schiedsrichters. Sieht der Schiedsrichter ein Foul, zeigt er das durch Heben des Arms an.

Das Spiel läuft jedoch so lange weiter, bis die Mannschaft, gegen die die Strafe ausgesprochen wird, in Puck-Besitz gelangt. Erzielt die Mannschaft, gegen die das Foul begangen wurde, in dieser Phase ein Tor, ist die Strafe hinfällig.

Bestrafungen können von einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe bis zu einer Matchstrafe (5 Minuten + Restausschluss + mindestens 1 Spiel Sperre) oder sogar einem Penalty reichen.

Weitere wichtige Begriffe

Eishockey dreht sich aber natürlich nicht nur um Bestrafungen. Auch diese weiteren Regeln sollten alle neuen Eishockey-Fans spätestens fürs WM-Viertelfinale auf dem Kasten haben:

Bully: Nach einer Spielunterbrechung wird das Geschehen mit einem Bully fortgesetzt. Dabei stehen sich zwei gegnerische Spieler am Bullypunkt gegenüber, der Puck wird von einem Linienrichter eingeworfen und beide Spieler versuchen, den Puck in ihren Besitz zu bekommen.

Penalty: Spätestens seit dem irren Penalty-Krimi der deutschen Mannschaft gegen Lettland sollte klar sein, wie ein Strafschuss im Eishockey abläuft. Der ausführende Spieler darf sich von der Mittellinie aus allein auf den Torhüter zubewegen und muss versuchen, ihn im Eins-gegen-eins zu überwinden. Er darf sich dabei nicht rückwärts bewegen. Der Strafschuss endet nach dem ersten Schuss. Ein Nachschuss ist nicht erlaubt.

Abseits: Tatsächlich gibt es auch beim Eishockey Abseits, nämlich, wenn beim Spiel aufs gegnerische Tor der Puck nicht als erstes oder gleichzeitig mit dem ersten angreifenden Spieler die blaue Linie zwischen neutraler Zone und Angriffszone überschreitet.

Icing (unerlaubter Weitschuss): Wenn der Puck direkt oder indirekt (über die Bande) die rote Mittellinie und die gegnerische Torlinie überschreitet, pfeifen die Unparteiischen Icing ab. Dann gibt es Bully in der gegenüberliegenden Endzone. Allerdings bleibt der Pfiff der Schiedsrichter sowohl bei Unterzahl aus, als auch, wenn ein verteidigender Spieler die Möglichkeit hat, den Puck noch zu spielen.

Überzahl (Power Play)/Unterzahl (Short-Handed): Muss ein Spieler auf die Strafbank, spielt seine Mannschaft für die Zeit, bis er seine Strafe verbüßt hat, "Short Handed". Das gegnerische Team darf sich über ein Power Play freuen.

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