Köln - Schweden setzt sich im Finale der Eishockey-WM 2017 im Shootout gegen Kanada durch und krönt sich mit dem Weltmeistertitel. Die Ahornblätter verpassen den Titel-Hattrick.

Dank Startorhüter Henrik Lundqvist hat Schwedens Eishockey-Auswahl Olympiasieger Kanada vom WM-Thron gestoßen und ihren zehnten Weltmeistertitel gewonnen.

Die prominent besetzten Tre Kronor besiegten im Finale von Köln den lange überlegenen Titelverteidiger mit 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen, der Goalie der New York Rangers war mit zahlreichen Glanzparaden der Matchwinner.

Die Schweden nahmen damit erfolgreich Revanche für die 0:3-Endspielniederlage bei den Olympischen Spielen in Sotschi.

Kanada verpasst Titel-Hattrick

Die Ahornblätter verpassten ohne ihre Superstars nach den Erfolgen in den vergangenen beiden Jahren den WM-Hattrick und ihren insgesamt 27. Titel, mit dem sie mit Rekordweltmeister Russland gleichgezogen wären.

Sidney Crosby, Kapitän beim Olympia-Triumph 2014 und beim Erfolg im World Cup im vergangenen September, spielte zeitgleich mit Stanley-Cup-Sieger Pittsburgh Penguins im NHL-Halbfinale.

Kurioses Führungstor

Die großen Namen fehlten im Team Kanada, das in der Vorrunde noch gegen die Schweiz verloren hatte, in den K.o.-Spielen aber zu starker Form auflief.

Ein kurioses Unterzahltor von Verteidiger Victor Hedman (40.), bei dem der Puck Torhüter Calvin Pickard durch die Beine sprang, und der entscheidende Treffer von Nicklas Bäckström im Penaltyschießen besiegelten vor 17.363 Zuschauern jedoch die Niederlage.

Die Schweden waren mit Lundqvist, Jungstar William Nylander und Mittelstürmer Bäckström so prominent wie seit Jahren nicht besetzt.

Ryan O'Reilly traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich (42.) für die Kanadier.

Kanada startet besser

In einem Finale mit Hochgeschwindigkeits-Eishockey hatte Kanada vor den Augen des IOC-Präsidenten Thomas Bach im ersten Drittel die besseren Torchancen, konnte Lundqvist aber nicht überwinden.

Mark Scheifele hatte Pech mit einem Pfostenschuss. Genauso erging es zu Beginn des zweiten Durchgangs Jeff Skinner. Schweden wurde stärker, ging aber glücklich in Führung. Nach dem Ausgleich sank das Niveau etwas, beide Teams warteten auf Fehler des Gegners.

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