Nach dem WM-Aus der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gegen Kanada überwiegt die Enttäuschung. Bundestrainer Marco Sturm spricht seinem Team aber ein Lob aus.

Ein couragierter Auftritt hat der deutschen Mannschaft im Viertelfinale der Heim-WM gegen Top-Favorit Kanada nicht zum Weiterkommen gereicht.

Nach der knappen 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)-Niederlage gegen den Titelverteidiger trauern die Nationalspieler vergebenen Chancen hinterher, Bundestrainer Marco Sturm hebt aber schon die positiven Aspekte der Heim-WM hervor.

SPORT1 fasst die ersten Reaktionen aufs WM-Aus zusammen:

Bundestrainer Marco Sturm: "Kanada hat gezeigt, dass es die bessere Mannschaft ist. Wir haben zu lange zu viel Respekt gezeigt und nach einem 0:2-Rückstand ist es gegen Kanada dann immer schwierig, zurückzukommen. Aber die Jungs haben Moral gezeigt und haben sich toll zurückgekämpft. Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft. Wir sind im Laufe des Turniers den nächsten Schritt gegangen. Es hat einfach sehr viel Spaß gemacht, in Köln vor den eigenen Fans im eigenen Land zu spielen."

Torschütze Yannik Seidenberg: "Wir wussten um ihre Klasse, haben es ihnen aber auch zu leicht gemacht. Viele Pässe im Aufbau waren zu ungenau. Deswegen sind wir der Scheibe zu oft hinterher gelaufen. Natürlich ist die Enttäuschung jetzt groß, wir wollten unbedingt weiter kommen. Und vom letzten Spiel wussten wir, dass wir Partie noch drehen können. Aber ich denke, wir können stolz sein. Wir haben unser Ziel, das Viertelfinale, erreicht."

Torhüter Philipp Grubauer: "Die Enttäuschung ist jetzt natürlich groß, aber wir haben auch nicht so gut gespielt, haben viele einfache Fehler gemacht und zu viele Strafzeiten kassiert. Ab dem Tor haben wir dann besser gespielt, das war so eine Art Weckruf. Aber es hat nicht gereicht."

Zur eigenen Leistung: "Heute hat alles gepasst. Ich habe die Scheiben gut gesehen. Die Kanadier haben unglaublich viel Druck gemacht. Aber ich habe gemerkt: Je länger ich hinten dicht halte, desto mehr Motivation bekommen die Jungs."

Zur Stimmung bei der WM: "Es war eine super Heim-WM. Die Stimmung war bombastisch. Wir können jetzt stolz auf uns sein, aber da wäre auch noch mehr gegangen."

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