Der EHC Red Bull München geht nach einer Gala-Leistung erstmals in der Halbfinalserie in Führung. Im ersten Drittel werden die Eisbären Berlin überrollt.

Titelverteidiger Red Bull München ist im Playoff-Halbfinale der DEL gegen die Eisbären Berlin in eindrucksvoller Manier erstmals in Führung gegangen.

Der Meister fertigte im dritten Duell der "best of seven"-Serie den Hauptstadt-Klub 5:1 (3:0, 2:0, 0:1) ab und benötigt damit vor dem vierten Match am Freitag nur noch zwei weitere Siege zum erneuten Einzug in die Finals.

Im zweiten Semifinale bestreiten die Nürnberg Ice Tigers und Vizemeister Grizzlys Wolfsburg am Mittwoch (ab 19.30 Uhr im LIVETICKER) ihr drittes Match. Beide Mannschaften haben bislang einen Sieg auf dem Konto.

München überrollt die Eisbären

Mit Berlins Ex-Meistertrainer Don Jackson an der Bande stellte München gegen die Eisbären vor 6.142 Zuschauern die Weichen schon im Auftaktdrittel auf Sieg.

Die Münchner legten los wie die Feuerwehr und gingen durch Michael Wolfs Überzahltor in der sechsten Minute früh in Führung. Auch danach bestimmte der EHC das Spielgeschehen und ließ im folgenden Powerplay mehrere Chancen auf das 2:0 liegen.

Aufgeschoben war aber nicht aufgehoben: Nur wenige Minuten später erhöhte Prügel-König Steve Pinizzotto nach einer schönen Kombination auf 2:0. Mit einem Hammerschuss ins lange Eck sorgte Dominik Kahun (15.) bereits vor der ersten Drittelsirene für klare Verhältnisse.

Wolf sorgt für die Entscheidung

Im zweiten Drittel rappelten sich die Eisbären Berlin zunächst auf und hatten bei einem Pfostentreffer Pech. Erst der Videobeweis zeigte, dass der Puck die Linie nicht überschritten hatte.

Mit Ablauf des Unterzahlspiels ergab sich für Keith Aucoin die große Gelegenheit auf das 4:0, als er alleine auf Eisbären-Keeper Petri Vehanen zulief, doch der Finne konnte Schlimmeres für die Berliner verhindern.

Mit seinem zweiten Treffer am Abend sorgte Wolf dann für die vorzeitige Entscheidung und als Brooks Macek kurz vor Ende des Drittels auch noch in Unterzahl auf 5:0 erhöhte, war die Demütigung Berlins perfekt.

"Sie sind besser im Powerplay. Sie sind besser im fünf gegen fünf. Jeder Fehler wird sofort bestraft", sagte Berlins Verteidiger Frank Hördler bereits vor dem letzten Drittel bei SPORT1.

Eisbären gelingt Ehrentreffer

Zum Glück der Eisbären schonten die Hausherren im Schlussdrittel ihre Kräfte, so dass Berlin durch Laurin Braun (47.) sogar noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte.

Damit hat Titelfavorit München erwartungsgemäß die Führung in der Playoff-Serie übernommen, nachdem Berlin in einem denkwürdigen Marathon-Match durch ein 3:2 nach Verlängerung Spiel eins gewonnen hatte. 

München schlug jedoch am Sonntag mit einem 2:1-Erfolg bei den Eisbären umgehend zurück.

Die Partie im Stenogramm:

Red Bull München - Eisbären Berlin 5:1 (3:0, 2:0, 0:1)
Tore: 1:0 Wolf (5:49), 2:0 Pinizzotto (10:03), 3:0 Kahun (14:39), 4:0 Wolf (29:14), 5:0 Macek (36:39), 5:1 Braun (46:17)
Zuschauer: 6142
Strafminuten: München 6 - Berlin 16
Playoff-Stand: 2:1 

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