Köln zieht im Playoff-Viertelfinale gegen die Grizzlys den Kopf aus der Schlinge. Das Überzahlspiel wird zum Schlüssel - wie auch eine Mega-Parade.

Die Kölner Haie sind im Play-off-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Grizzlys Wolfsburg eindrucksvoll zurückgekommen. Nach drei Niederlagen in Serie gewann der Vorrundenvierte mit 3:1 (0:1, 2:0, 1:0) und verkürzte in der "best-of-seven"-Serie auf 2:3.

Überragender Spieler der Haie im ersten Spiel ohne den am Donnerstag suspendierten Natinalspieler Patrick Hager war der schwedische Torwart Gustaf Wesslau, der zahlreiche starke Paraden zeigte.

Die Haie wollten es von Beginn an wissen und gaben gehörig Gas. Ertrag entsprang den Bemühungen und den größeren Spielanteilen nicht.

Vielmehr brachte eine Einzelleistung von Gerrit Fauser die Grizzlys in Führung. Fauser hatte sich gegen Christian Ehrhoff durchgesetzt, zog zur Mitte und vollendete aus kürzester Distanz mit der Rückhand. Für den Stürmer war der dritte Playoff-Treffer der Saison.

Das sorgte für einen Bruch im Kölner Spiel. In der Folge verdienten sich die Wolfsburger ihren Treffer nachträglich.

Torhüter im Mittelpunkt

Zu Beginn des zweiten Drittels mühten sich die Haie nach Kräften. Ein Schuss von Alexander Sulzer strich nur knapp am von Felix Brückmann gehüteten Tor vorbei (22.). Glück hatte in der 29. Minute sein gegenüber Wesslau, als Brent Aubin nur den Pfosten traf.

Das Anrennen der Haie wurde dann in Überzahl belohnt.  Zehn Sekunden vor Ablauf der Strafzeit gegen Mark Voakes nahm Shawn Lalonde von der blauen Linie Maß. Sein noch abgefälschter Schlagschuss sprang vom Innenpfosten in die Maschen (34.).

Auch Turnbull trifft in Überzahl

Es war erst der zweite Treffer der Haie in Überzahl in der Serie gegen Wolfsburg. Und die Bilanz sollte noch weiter verbessert werden: Travis Turnbull fälschte einen Schuss von Fredrik Ericsson unhaltbar für Brückmann zur ersten Haie-Führung ab (40.).

Im letzten Drittel drückte Wolfsburg anfangs auf den Ausgleich. Fabio Pfohl, Jimmy Sharrow und Sebastian Furchner, dessen Schuss Wesslau spektakulär mit dem rechten Schoner abwehrte, scheiterten aber am Kölner Torhüter.

84 Sekunden vor Spielende nahm Wolfsburgs Trainer Pavel Gross Torwart Brückmann vom Eis - mit sechs Mann sollte der Ausgleich noch erzielt werden. Es kam jedoch anders: Kai Hospelt sorgte mit einem Treffer ins leere Tor für die Entscheidung.

Spiel sechs der Serie findet am Sonntag (ab 19 Uhr im LIVETICKER) in Wolfsburg statt. 

"Wir haben ein Spiel gewonnen, das wir gewinnen mussten. Jeder hat gesehen, dass wir das wollten. Wir sind ein Team und haben hart für den Sieg gearbeitet", sagte Haie-Torschütze Travis Turnbull nach der Partie.

Das Spiel im Stenogramm:

Kölner Haie - Grizzlys Wolfsburg 3:1 (0:1, 2:0, 1:0)
Tore: 0:1 Furchner (12:26), 1:1 Lalonde (33:49), 2:1 Turnbull (39:33), 3:1 Colaiacovo (59:16)
Strafminuten: Köln 4 - Wolfsburg 6
Play-off-Stand: 2:3

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