Meister Red Bull München ist nur noch einen Schritt vom Halbfinale in den Playoffs der DEL entfernt. Überraschungsteam Bremerhaven wehrt sich lange, verliert aber erneut.

Der EHC Red Bull München darf weiter auf den erneuten Titelgewinn in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hoffen. Der Titelverteidiger gewann auch das dritte Spiel der Viertelfinalserie gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven.

Beim 3:2-Erfolg hatten die Münchner am Sonntag erneut Probleme gegen den DEL-Neuling. Am kommenden Mittwoch (ab 19.30 Uhr im LIVETICKER) findet in Bremerhaven das vierte Spiel statt. Dann kann München mit einem weiteren Sieg bereits den Einzug in das Halbfinale perfekt machen.

Quirk lässt Pinguins früh jubeln

Die Anfangsphase gehörte ganz klar den Gästen. Bereits in der 2. Spielminute ging der Außenseiter in Führung. Corey Quirk fälschte einen Schlagschuss von Cody Lampl von der blauen Linie unhaltbar für den Münchner Keeper Danny aus den Birken zum 1:0 ab.

München hatte anfangs Probleme im Spielaufbau. Dazu funktionierte das Bremerhavener Forechecking gut.

Mit einem Mann mehr auf dem Eis glich der Meister in der 12. Minute durch einen Gewaltschuss von Derek Joslin aus. Jani Nieminen, der erstmals in der Serie von Beginn an im Tor der Pinguins stand, hatte keine Chance.

Nieminen hält Penalty

In der 15. Minute hielt der Finne dann die Gäste mit einem gehaltenen Penalty im Spiel. Jon Matsumoto ging aus dem Eins-gegen-Eins gegen den Keeper als Verlierer heraus.

Mit Beginn des zweiten Drittels erspielte sich der EHC Vorteile. Nach einem Lattenkracher von Derek Joslin (25.) war es Keith Aucoin, der mit einem Schuss aus schwierigem Winkel in die obere rechte Torecke die Führung erzielte (27.). Der stark haltende Nieminen verhinderte im zweiten Abschnitt einen weiteren Münchner Treffer.

Walsh gleicht mit Traumtor aus

Wie schon zu Beginn des Spiels kamen die Pinguins auch im letzten Drittel torhungrig aus der Kabine. Jeremy Walsh sorgte mit seinem dritten Play-off-Tor für Begeisterung unter den mitgereisten Fans. Nachdem er sich gegen drei Münchner durchgesetzt hatte, hämmerte er den Puck über Van den Birkens Stockhand in den Winkel - ein Traumtor.

In Überzahl hatten die Pinguins dann die Chance, das Spiel komplett zu drehen - doch das Gegenteil passierte. Nieminen patzte bei einem Ausflug aus seinem Tor heraus und Aucoin schob die Scheibe ins dann leere Tor - 3:2.

Die Schlussphase hatte es noch einmal in sich. Bremerhaven ließ nicht locker, die Münchner nutzten ihre spielerischen Vorteile nicht und hatten bei Michael Wolfs Pfostenschuss Pech.

Bremerhaven warf alles in die Waagschale und nahm 90 Sekunden vor Spielende Torwart Nieminen zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis - ohne Erfolg.

"Das war ein großer Sieg für uns", sagte Doppeltorschütze Aucoin nach der Partie im Gespräch mit SPORT1. "Bremerhaven wird am Mittwoch nochmal alles geben. Das schwerste Spiel ist die Partie, in der man alles klarmachen kann."

Das Spiel im Stenogramm:

Red Bull München - Fischtown Pinguins Bremerhaven 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)
Tore: 0:1 Lampl (1:26), 1:1 Joslin (11:38), 2:1 Aucoin (26:48), 2:2 Welsh (41:49), 3:2 Aucoin (45:24)
Zuschauer: 5320
Strafminuten: München 4 - Bremerhaven 10
Playoff-Stand: 3:0

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