Die Spieler der Adler Mannheim feiern einen Treffer gegen die Eisbären
Matthias Plachta bejubelt mit seinen Teamkollegen den Sieg über Berlin © Getty Images

Der Titelverteidiger startet mit einem Sieg in die diesjährigen Playoffs. Die Kölner Haie müssen gegen Wolfsburg in die Overtime. Plachta schießt Mannheim zum Sieg.

Zum Auftakt der heißen Phase in der DEL hat Meister Red Bull München kühlen Kopf bewahrt, dagegen benötigten die Adler Mannheim und und die Kölner Haie die Verlängerung zum Sieg.

Titelverteidiger München setzte sich im ersten Viertelfinale der Serie best of seven gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 4:1 (0:1, 3:0, 1:0) durch und stoppte damit den überraschenden Siegeszug des Neulings. Die Pinguine hatten sich in den Pre-Play-offs mit 2:0-Siegen gegen den ERC Ingolstadt durchgesetzt.

Schwerstarbeit hatten dagegen Mannheim und Köln zu verrichten. Bedanken durften sich die Adler bei Matthias Plachta. Der Stürmer erzielte beim 4:3 (0:1, 2:0, 1:2, 1:0) n.V. gegen die Eisbären Berlin alle vier Treffer für den Gastgeber. Köln setzte sich gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) n.V. durch.

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Der Hauptrundenzweite aus Mannheim stand vor 10.889 Zuschauern lange vor dem Rand einer Niederlage. Erst vier Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit glich Matthias Plachta zum 3:3 aus und erzwang damit die Verlängerung. Nur 20 Sekunden nach Wiederbeginn machte er den Auftaktsieg perfekt.

Bolduc schießt Köln zum Sieg

"Man muss immer dran glauben. Wir haben im dritten Drittel nicht unser bestes Spiel gespielt. Dass der letzte Schuss kurz vor Schluss noch durch die Beine geht – manchmal braucht man eben auch ein bisschen Glück", sagte Matchwinner Plachta nach der Partie. "Berlin ist ein gutes Eishockeyteam. Ihr Tabellenplatz der regulären Saison spiegelt nicht wirklich ihr tatsächliches Potenzial wider. Wir wissen aus der Vergangenheit, dass Berlin in den Playoffs immer gefährlich ist."

Umjubelter Matchwinner der Kölner vor 9237 Zuschauern war Alexandre Bolduc, der nach 1:08 Minuten der Overtime in Unterzahl den erlösenden Siegtreffer erzielte. Zuvor hatte Shaun Lalonde die Hausherren in der 14. Minute in Führung gebracht, für Wolfsburg glich Jeremy Dehner (25.) aus.

Die Gäste aus Bremerhaven durften beim Hauptrunden-Primus in München nur kurz von der nächsten Überraschung träumen. Mit seinem vierten Saisontor brachte Mike Hoeffel das Team aus dem Norden vor 4110 Zuschauern in der 17. Minute in Führung. Die Freude aber währte nur kurz. Deron Quint (22.), Konrad Abeltshauser (29.) und Torjäger Michael Wolf (35.) drehten den Rückstand im Mittelabschnitt in eine beruhigende 3:1-Führung. Den Schlusspunkt setzte Jonathan Matsumoto (50.).

Das vierte Viertelfinale bestreiten am Mittwoch (ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) die Nürnberg Ice Tigers gegen die Augsburger Panther. Die zweiten Viertelfinalspiele finden am Freitag (alle 19.30 Uhr) statt.

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