Eisbären Berlin setzen sich im siebten Spiel des Playoff-Viertelfinales der DEL gegen die Adler Mannheim durch. Der Siegtreffer fällt erst in der Overtime.

Ex-Bundestrainer Uwe Krupp hat im dritten Anlauf die Eisbären Berlin erstmals ins Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geführt.

Der DEL-Rekordmeister setzte sich im siebten und entscheidenden Viertelfinale beim Vorrundenzweiten Adler Mannheim mit 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0) nach Verlängerung durch und trifft in der Runde der letzten Vier ab Freitag auf Titelverteidiger Red Bull München.

SPORT1 zeigt sowohl das zweite Spiel (So., 26. März, ab 16.30 Uhr) als auch das dritte Spiel (Di., 28. März, ab 19.15 Uhr) zwischen Berlin und München LIVE im TV auf SPORT1.

Eisbären mit viel Kampfgeist

"Die ganze Serie war unheimlich umkämpft. Es ging um jeden Zentimenter. Jedes Spiel stand auf der Kippe", sagte Krupp bei SPORT1 nach dem glücklichen Sieg für seine Eisbären. "Wir hatten eine harte Hauptrunde mit vielen Verletzungen, aber die Jungs sind zurückgekommen und haben sich hier durchgekämpft."

Das elfte Aufeinandertreffen der Adler und Eisbären begann flott, beide Teams drängten schon frühzeitig auf den Führungstreffer. Chancen gab es auf beiden Seiten, sowohl Michi DuPont (7.) von den Eisbären als auch der Mannheimer Andrew Joudrey (13.) scheiterten jedoch jeweils am gegnerischen Keeper.

Im ersten Drittel dominierten insgesamt die Mannheimer, die die Mehrzahl an Abschlüssen zu bieten hatten, die Berliner Defensive aber nicht überwinden konnten.

Berliner fordern Penalty

Für reichlich Diskussionsstoff sorgte eine Szene zu Beginn des zweiten Drittels: Der Berliner Daniel Fischbuch fuhr allein auf Adler-Torwart Drew MacIntyre zu, blieb aber am ausgefahrenen Bein des Goalies hängen und rutschte in die Bande. Die Eisbären forderten danach einen Penalty, doch die Schiedsrichter ließen das Spiel weiterlaufen.

Erst zu Beginn des dritten Drittels brach Mannheims Kapitän Marcus Kink in dem hart umkämpften Spiel in der 42. Minute den Bann für die Adler. Nach einem Pass von Ronny Arendt, musste Kink nur noch einschieben.

Linglet entscheidet Overtime-Drama

Berlins Ersatzspieler Barry Tallackson, der wegen der Sperre von Jamie MacQueen zu seinem ersten Playoff-Einsatz kam, erzwang schließlich die dritte Verlängerung der Best-of-seven-Serie (48.). Wie aus dem Nichts fälschte er den Puck in den Kasten der Adler ab. Erst der Videobeweis brachte die endgültige Klärung: Ausgleich für die Eisbären. In einer hitzigen Schlussphase konnte keiner mehr den Siegtreffer erzielen.

Für die Entscheidung in der Overtime sorgte dann Charles Linglet in der 70. Minute.

In einem hochspannenden Duell waren die Mannheimer über weite Strecken die überlegene Mannschaft, doch die Berliner hielten auf hohem Niveau dagegen. "Beide Seiten spielen defensiv sehr gut", sagte Mannheims verletzter Nationalspieler Marcel Goc bereits nach dem ersten Drittel bei SPORT1: "Es ist nicht viel Platz."

In den anderen beiden Viertelfinals setzten sich die Nürnberg Ice Tigers gegen die Augsburger Panther und die Grizzlys Wolfsburg gegen die Kölner Haie durch.

Die Partie im Stenogramm:

Adler Mannheim - Eisbären Berlin 1:2 (0:0, 0:0, 1:1, 0:1) n.V.
Tore: 1:0 Kink (41:11), 1:1 Tallackson (47:10), Linglet 1:2 (69:32)
Zuschauer: 13.600
Strafminuten: Mannheim 2 - Berlin 8
Play-off-Endstand: 3:4

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