Marius Möchel (l.) und seine Ice Tigers bekommen es im Viertelfinale mit Augsburg zu tun © SPORT1-Grafik: Eugen Zimmermann/ Getty Images

Patrick Reimer von den Nürnberg Ice Tigers erwartet vor dem Playoffduell mit den Augsburg Panthers (19.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) eine "körperbetonte Serie".

Der Monat März dürfte Patrick Reimer von Nürnberg Ice Tigers sehr gefallen. Und das nicht nur, weil am Donnerstag mit dem Playoff-Viertelfinale gegen die Augsburger Panther die heiße Phase in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) startet (ab 19.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER).

Der Kapitän der Nürnberg Ice Tigers konnte in den ersten Tagen des Monats nämlich einige persönliche Rekorde und Titel feiern. Am Samstag wurde er bei der Gala des deutschen Eishockeys in Köln zum dritten Mal nach 2014 und 2016 als "Spieler des Jahres" ausgezeichnet. Auch den Titel als "Stürmer des Jahres" sackte er ein.

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Verdient hat er sich diese Auszeichnungen durch seine Offensivleistungen. Der 34-Jährige ist der Stürmerstar in der DEL, war in der Hauptrunde bester Torschütze und Topscorer der Liga. Kürzlich durfte er sich über sein 300. Ligator freuen und das im 766. DEL-Spiel. Kein Spieler konnte diese Schallmauer zuvor durchbrechen.

Reimer: "ergänzen uns sehr gut"

In der Hauptrunde halfen ihm bei seinen Torerfolgen vor allem Steven Reinprecht und Yasin Ehliz, seine Kollegen aus der besten Nürnberger Sturmreihe. "Reinprecht ist der klassische Spielmacher, ich eher der Torjäger. Ehliz kann beides", erklärte Reimer der Augsburger Allgemeinen. "Dadurch ergänzen wir uns sehr gut".

Dass der Torerfolg in den Playoffs ähnlich einfach wie in der Hauptrunde wird, erwartet Reimer nicht. "In den Playoffs bereitet man sich noch intensiver auf die Gegner vor", führte er aus. "Man wird noch öfter versuchen, eine spezielle Reihe gegen uns anzusetzen", prognostizierte der deutsche Nationalspieler vor dem Franken-Schwaben-Duell.

Augsburg versteckt sich

Mike Stewart, Trainer der Augsburger, verriet seinen Matchplan gegen die Reimer-Reihe. Er wolle, "wenn es möglich ist", immer die gleiche Verteidigerreihe gegen die Nürnberger Paradereihe spielen lassen, verriet er der Augsburger Allgemeinen.

Aus welchen Spielern diese bestehen soll, behielt Stewart aber für sich. Generell betreiben die Fuggerstädter derzeit Geheimniskrämerei. Vor dem Montagstraining wurden die Zufahrten zum Augsburger Eisstadion versperrt, hinter verschlossenen Türen die Vorbereitung auf das Playoffduell intensiviert.

Dass die Nürnberger als Tabellendritter der Hauptrunde den Heimvorteil gegenüber den sechstplatzierten Augsburgern haben, müsse seinem Team einen zusätzlichen Motivationschub verleihen, sagte Stewart.

"Es ist, wie es ist. Wir müssen mindestens ein Auswärtsspiel gewinnen. Es gibt gewisse Playoff-Regeln: Nürnberg hat jetzt den Heimvorteil. Aber wenn wir dort ein Spiel gewinnen, kippt das ins Gegenteil", sagte er.

Reimers Augsburg-Bilanz ausbaufähig

Dann müssten die Nürnberger mindestens eine Partie in Augsburgs "Hölle des Südens" für sich entscheiden. "Ich bin mir sicher, dass die Fans im Curt-Frenzel-Stadion ordentlich toben werden", prognostizierte auch Reimer.

Auf seine Tore wird es ankommen, wenn die Nürnberger ins Playoffhalbfinale einziehen wollen. In der Hauptrunde konnte der Stürmer gegen die Augsburger aber kein einziges Mal netzen. Auch deshalb konnten die Schwaben zwei Partien für sich entscheiden, zwei Duelle gingen an die Franken. Spannung ist in dieser Playoffserie also garantiert.

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