Konstantin Schad beschreibt bei SPORT1, wie er sich auf Olympia vorbereitet. Dem Sieg im Weltcup folgt eine Einladung nach Aspen.

Hallo Wintersport-Freunde,

obwohl inzwischen ein paar Tage ins Land gezogen sind, freue ich mich immer noch wahnsinnig über den Sieg im Teamevent bei unserem ersten Weltcup in dieser Saison.

Mein Dank gilt vor allem meinem großartigen Partner Paul Berg, der als "Frontrunner" in Schruns einen Riesenjob erledigt und in allen drei Runden zum Titel jeweils eine tolle Vorarbeit geleistet hat.

Jetzt belegen wir in der Weltcup-Wertung Rang eins - und bei nur noch einem ausstehenden Team-Wettbewerb in dieser olympischen Saison, befinden Paul und ich uns in einer echten Matchball-Situation, die ich - nebenbei bemerkt - ausgesprochen heiß finde.

Wenn Mitte Januar im schweizerischen Veysonnaz nicht alles schief läuft, dann haben wir die Gesamtwertung in dieser Disziplin und damit die erste Glaskugel der Saison noch vor Olympia sicher.

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Im Einzelrennen lief es für mich in Schruns hingegen bei weitem nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Nach klarem Sieg im Achtelfinal-Heat, bin ich in der Runde darauf Opfer einer dämlichen Kollision zweier Konkurrenten geworden.

Insofern war der Weltcup-Erfolg tags darauf mit Paul insbesondere für den Kopf sehr wichtig.

Beim kommende Woche anstehenden Weltcup in Lake Louise (Kanada) werde ich wieder angreifen, denn natürlich möchte ich in diesem Winter auch ganz gern im Einzel-Weltcup noch ganz vorne landen.

Einen weiteren Grund zur Freude gab es zu Beginn dieser Woche, als die Einladung zu den X-Games in Aspen in meinen digitalen Briefkasten hineinflatterte.

Bei diesem fantastischen Großereignis dabei sei zu können, bedeutet eine Riesen-Wertschätzung!

Ende Januar werde ich in Colorado nun einer der wenigen Europäer sein, die sich mit den starken Nordamerikanern messen können - das ist der beste Test, den man sich für Olympia nur vorstellen kann.

Zudem ist die Strecke in Aspen eine ideale Vorbereitung für das große Rennen in Sotschi am 17. Februar.

Denn die Kurse in den USA und in Russland ähneln sich vom Layout her.

In Aspen werden extrem hohe Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern erreicht, außerdem gibt es Sprünge über 30 Meter - ich freue mich jetzt schon sehr darauf.

Und auf Olympia natürlich auch.

Bis kommende Woche,

Konsti Schad

Konstantin Schad gehört für Sotschi zu den großen deutschen Medaillenhoffnungen in der Disziplin Snowboardcross. 2012 schaffte der gebürtige Rosenheimer mit seinem ersten Weltcup-Sieg den endgültigen Durchbruch in die Weltspitze. Bei SPORT1 berichtet der 26-Jährige regelmäßig über seinen Weg zu den Olympischen Spielen. Er liefert dabei Einblicke in seine junge Sportart und schildert auf lockere humorvolle Art unbekannte Details aus seinem sportlichen Alltag.

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