Konstantin Schad beschreibt bei SPORT1, wie er sich auf Olympia vorbereitet. Fränkische Gleiteigenschaften versprechen Erfolg.

Hallo Wintersport-Freunde,

Wenn Ihr diesen Text lest, befinde ich mich bereits im Qualifying zum ersten Weltcup der Saison im österreichischen Montafon.

Für meine Kollegen vom deutschen Snowboardcross-Nationalteam und mich steht dieser Winter unter einem besonderen Stern: Im Februar finden in Sotschi die Olympischen Winterspiele statt, meine zweiten nach Vancouver 2010.

Da besondere Ereignisse besondere Maßnahmen erfordern, haben wir in diesem Jahr in der Vorbereitung wirklich alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt.

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Unter anderem sind wir mit der Mannschaft im Herbst in ein zweiwöchiges Sonder-Trainingslager nach Neuseeland gereist, wo wir uns unter idealen Bedingungen mit den anderen Topfahrern der Welt haben messen können.

Auch im Kraft- und Ausdauerbereich haben wir für diesen Winter die Intensität deutlich erhöht.

Und obwohl ich ja nun schon einige Jahre Leistungssport auf hohem Niveau betreibe, habe ich meine Leistungswerte noch einmal extrem steigern können. So fit wie derzeit war ich - ehrlich gesagt - noch nie.

Im Bereich zwischen den Ohren bin ich in dieses Jahr einen neuen Weg gegangen: Der Hamburger Coach Ekkehard R. Neumann hat mir auf absolut faszinierende Weise aufgezeigt, wie ich meine in mir schlummernden Potenziale noch besser abrufen und aktivieren kann.

Vom Kopffeeling her habe ich ein optimales Gefühl, um eine kleine Anleihe im Fußballerjargon zu machen.

Und nicht zuletzt haben wir deutschen Snowboardcrosser für diese Saison einen Joker im Gepäck: den von einer fränkischen Firma eigens für uns entwickelten Spezialbelag, der über ungewöhnlich gute Gleiteigenschaften gegenüber den herkömmlichen Grafitbelägen verfügt.

Der allein kann in dieser Saison für die ein oder andere Sekunde im Weltcup gut sein - und in Sotschi sowieso.

Bis kommende Woche,

Konsti Schad

Konstantin Schad gehört für Sotschi zu den großen deutschen Medaillenhoffnungen in der Disziplin Snowboardcross. 2012 schaffte der gebürtige Rosenheimer mit seinem ersten Weltcup-Sieg den endgültigen Durchbruch in die Weltspitze. Bei SPORT1 berichtet der 26-Jährige regelmäßig über seinen Weg zu den Olympischen Spielen. Er liefert dabei Einblicke in seine junge Sportart und schildert auf lockere humorvolle Art unbekannte Details aus seinem sportlichen Alltag.

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