Freund belegte in der Saison 2012/2013 Platz vier im Gesamtweltcup © getty

Skispringer Severin Freund hat im norwegischen Lillehammer für den ersten deutschen Sieg im Olympia-Winter gesorgt.

Der WM-Vierte aus Rastbüchl flog auf der großen Olympiaschanze auf 132,5 und 137,0 Meter und gewann mit 279, 9 Punkten vor Weltmeister Anders Bardal (Norwegen/277,0) und dem Japaner Daiki Ito (275,7). Für den 25 Jahre alten Freund, der zuletzt am 1. Dezember 2012 im finnischen Kuusamo ganz oben auf dem Podest gestanden hatte, war es der fünfte Weltcup-Sieg seiner Karriere.

"Heute sind mir wirklich zwei starke Sprünge gelungen. Wenn ich gut fliege, bin ich vorne dabei. Das ist sensationell", sagte Freund, der vergangene Saison schon auf der Kleinschanze in Lillehammer gewonnen hatte. Mehr als zufrieden war auch Bundestrainer Werner Schuster: "Es ist ganz toll, zu so einem frühen Zeitpunkt in der Saison den ersten Sieg zu feiern."

Die übrigen DSV-Adler verpassten die Top Ten. Andreas Wellinger (/250,0) wurde Elfter, Richard Freitag musste sich einen Tag nach seinem dritten Platz auf der Kleinschanze mit dem 16. Platz begnügen.

"Wenn es vorher gut lief, erwartet man natürlich mehr. Aber ich bin zufrieden", sagte der Sachse, der zuletzt wegen eines Mittelfußbruches zehn Wochen lang ausgefallen war.

Der 22 Jahre alte Marinus Kraus, eine Woche zuvor überraschender Zweiter in Kuusamo, und Andreas Wank teilten sich mit 239,2 Punkten den 23. Platz.

Michael Neumayer (238,1) stürzte im zweiten Durchgang vom zehnten auf den 25. Platz ab. Karl Geiger verpasste auf Platz 46 erstmals in dieser Saison den zweiten Durchgang. "Wir hatten wieder sechs Springer im Finale, aber ein paar Leute haben Luft nach oben gelassen", sagte Schuster.

Vorjahressieger Gregor Schlierenzauer (Österreich/119,4) musste sich mit dem 15. Platz begnügen. Einen kuriosen Tag erlebte der viermalige Olympiasieger Simon Ammann. Der Schweizer stürzte sowohl in der Qualifikation als auch im ersten Durchgang.

"Beim zweiten Mal musste ich fast lachen, bevor ich am Boden war. Sie haben vorher 'Born to be wild' für mich gespielt, das trifft", sagte der Schweizer, der unverletzt blieb und am Ende Rang 19 belegte.

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