Skispringer Richard Freitag hat beim letzten Weltcup vor der WM seinen ersten Saisonsieg und den zweiten seiner Karriere gefeiert.

Der 21-Jährige aus Aue gewann auf der Flugschanze in Oberstdorf nach Sprüngen auf 209,0 und 206,5 Meter mit 409,8 Punkten knapp vor Andreas Stjernen (Norwegen/409,5) und Vierschanzentournee-Gewinner Gregor Schlierenzauer (Österreich/409,0).

Ganz oben auf dem Treppchen hatte Freitag bislang nur im Dezember 2011 in Harrachov gestanden.

"Das fühlt sich richtig gut an. Ich habe mein Bestes versucht, am Ende hat es gereicht. Ich sehe, dass der Weg der richtige ist. Das Fliegen ging heute einfach gut", sagte Freitag, der mit dem Sieg auch aus dem Schatten seines Vaters sprang:

Holger Freitag hatte 1983 ebenfalls im tschechischen Harrachov seinen ersten Weltcup gewonnen - anders als bei Sohn Richard blieb es der einzige seiner Karriere. "Das freut mich riesig für ihn und für die ganze Mannschaft", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

In die Top 10 schafften es vor den am Mittwoch beginnenden Titelkämpfen in Val di Fiemme auch Severin Freund (395,1) und Michael Neumayer (392,5) auf den Plätzen neun und zehn.

Weltcup-Punkte sammelten zudem Lokalmatador Karl Geiger (372,5) und Andreas Wank (367,2), die auf den Rängen 20 und 23 landeten.

Nach dem ersten Durchgang ausgeschieden waren dagegen Andreas Wellinger und Maximilian Mechler.

Der erst 17 Jahre Wellinger musste sich mit Rang 35 begnügen und sucht weiter seine WM-Form, der nicht für die Titelkämpfe qualifizierte Mechler landete auf dem 38. Platz.

In der Gesamtwertung der Team-Tour bleibt Deutschland dennoch Vierter hinter den führenden Slowenen. Am Sonntag steht in Oberstdorf zum Abschluss das Mannschaftsspringen (17 Uhr) auf dem Programm.

Die siegreiche Nation erhält einen Scheck über 100.000 Euro, zuletzt ging der Titel dreimal an die erfolgsverwöhnten Österreicher.

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