Das für Sonntag geplante Weltcup-Skispringen im hessischen Willingen ist wegen zu schlechter Windverhältnisse abgesagt worden. Nach mehreren Verschiebungen beschloss die Jury am Nachmittag, auf den Wettbewerb an der Mühlenkopfschanze zu verzichten. "Die Entscheidung war nicht schwer zu treffen. Wir hatten keine Chance", sagte FIS-Renndirektor Walter Hofer.

Nach 18 Jahren Weltcup erlebte Willingen damit eine Premiere: Nie zuvor war ein Wettbewerb an der Mühlenkopfschanze den Witterungs-Bedingungen zum Opfer gefallen. Offen blieb zunächst, ob das Springen am Dienstag in Klingenthal oder am Freitag in Oberstdorf nachgeholt werden kann.

Platz drei im Team-Wettbewerb am Samstag war somit das einzig zählbare Resultat, das die deutschen Adler aus dem Sauerland mit nach Hause nahmen. Größter Verlierer der Absage war wohl Martin Schmitt.

Der Altmeister aus dem Schwarzwald braucht vor der WM in Val di Fiemme (20. Februar bis 3. März) noch ein Top-Resultat, um in letzter Minute auf den WM-Zug aufzuspringen. "Fünf Leute haben die Norm erfüllt und werden wohl nach Italien fahren. Davon bin ich ein Stück weit weg", sagte der 35-Jährige in Willingen.

Laut Plan wird die Team-Tour am Dienstag in Klingenthal mit der Qualifikation für das Einzelspringen am Mittwoch (15.15 Uhr) fortgesetzt, anschließend steht Oberstdorf auf dem Programm.

Beim dortigen Skifliegen geht es im Team und Einzel um die Siegprämie von 100.000 Euro. Titelverteidiger ist Österreich, Gastgeber Deutschland will sich einen Platz auf dem Podium erkämpfen.

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