Der Ski-Weltverband FIS hat seine Pläne für ein Winterspringen im Fußball-Stadion von Warschau weiter konkretisiert. Der Wettbewerb könnte demnach bereits zu Beginn der olympischen Saison durchgeführt werden. "Eine HS-90 Schanze wird wunderbar in das Stadion passen. Es ist realistisch, dass ein Wettbewerb in diesem Jahr stattfindet", wird FIS-Renndirektor Walter Hofer in der polnischen Sportzeitung "Przeglad Sportowy" zitiert. Die technischen Details seien bereits geklärt.

Die Kosten für den Bau einer Schanze im EM-Stadion der polnischen Hauptstadt sollen sich auf rund drei Millionen Zloty belaufen (rund 720.000 Euro).

"Das ist ein originelles Projekt. Wir haben bereits eine fertige Skizze für eine HS-90-Schanze. Dafür konnten wir keine bekannte Schanze zum Vorbild nehmen, weil es momentan kein solches freistehendes Objekt mit einem Turm und Aufenthaltsraum für die Skispringer gibt", sagte Wojciech Ziemski, der die Veranstaltung vermarkten soll.

Ein Stadionspringen als Teil des Weltcup-Kalenders wäre ein Novum. "Der sportliche Wert soll an oberster Stelle stehen. Zudem wollen wir unbedingt auf Schnee springen. Nur dann ist es sinnvoll", hatte Hofer.

Skisprünge in Stadien gab es bereits in den USA. In den 1930er Jahren entstanden in Football-Arenen provisorische Schanzen. So war schon vor der Einführung der Weltcupserie ein Springen in den Großstädten Los Angeles und Chicago möglich gewesen. Noch vor der Einführung der FIS-Weltcupserie fanden Springen außerdem in Tokio, London und Vancouver statt.

Weiterlesen