Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster hat Team-Olympiasieger Martin Schmitt nach seiner aktiven Zeit zu einer Trainerkarriere geraten.

"Kaum ein Aktiver hat das Skispringen in all seinen Facetten so durchlebt wie Martin Schmitt", sagte Schuster der "Sportbild": "Er ist darüber hinaus ein guter Beobachter und Analytiker. Martin hat daher alle Anlagen zu einem exzellenten Trainer, sofern er sich dafür entscheidet."

Deswegen forderte der Österreicher den Deutschen Skiverband (DSV) auch offen auf, Schmitt an sich zu binden, "ob als Trainer oder in anderer Funktion."

Eine Karriere als Trainer strebt Schmitt auch selbst an. Deswegen hat der Ex-Weltmeister im Oktober an der Trainerakademie in Köln damit begonnen, seinen Diplom-Trainerschein zu machen.

"Das geht bis September 2015, jeden Monat vier Tage in Köln und zusätzlich verschiedene Praktika und Seminare", sagte Schmitt, der bereits im Besitz der A-Lizenz ist.

Der 34 Jahre alte Schmitt ist allerdings weiterhin aktiv und will sich mit guten Ergebnissen im zweitklassigen Continentalcup wieder für den Weltcup empfehlen und träumt sogar von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi.

"Ich hatte sehr gute Gespräche mit ihm, auch zum Thema Rücktritt", sagte Schuster: "Aber Martin hat mir versichert, dass er noch nicht durch ist mit dem Thema Skispringen. Er glaubt daran, die Lücke zur Weltspitze schließen zu können. Das respektiere ich. Das Feuer lodert noch in ihm."

Bei der Vierschanzentournee am Jahresende wird der Furtwanger wohl dabei sein.

"Bei den ersten beiden Springen in Oberstdorf und Garmisch dürfen wir ja mit 13 Leuten starten - und zu den 13 besten Deutschen gehört Martin allemal", betonte Schuster: "Aber sein Anspruch ist ja ein anderer. Wenn er im Weltcup startet, muss er schon die Aussicht auf einen Top-20-Platz haben. Sonst macht es wenig Sinn."

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