Skisprung-Legende Hans-Georg Aschenbach, der nach seiner Flucht in den Westen 1988 die Doping-Praxis in der DDR enthüllte, hat seine früheren Sportkollegen zu Offenheit mit ihrer Doping-Vergangenheit aufgefordert.

Schweigen bringe die Sportler nicht weiter, sagte der 61 Jahre alte Olympiasieger von 1976 in Innsbruck der Wochenzeitschrift "Superillu".

"Ich habe mein Schweigen gebrochen und fühle mich seitdem befreit", sagte Aschenbach, der auch dreimal WM-Gold gewann.

In der DDR seien alle Sportler gedopt gewesen, "ich auch", so Aschenbach. Er habe Verständnis dafür, dass die Kollegen um ihre Titel fürchteten.

Aber er habe seine Goldmedaille nicht nur gewonnen, weil er gedopt gewesen sei, sondern weil er sehr hart dafür gearbeitet habe.

Aschenbach, der bei seinem ersten Besuch in seiner Heimat in Thüringen im vergangenen Jahr angefeindet worden war, hat eine Autobiografie unter dem Titel "Euer Held, euer Verräter"

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