Thomas Morgenstern wurde 2006 in Turin Doppe-Olympiasieger © imago

Beim Sieg des Polen Kamil Stoch verpassen die Deutschen erneut das Podest. Ein schwerer Sturz überschattet den Wettkampf.

Titisee-Neustadt - Überschattet von einem schweren Sturz des Österreichers Thomas Morgenstern sind die deutschen Skispringer auch beim zweiten Weltcup in Titisee-Neustadt ohne Podestplatz geblieben.

Bester DSV-Adler war wie am Samstag Severin Freund, der auf dem achten Platz landete. Der Sieg im Schwarzwald ging an Weltmeister Kamil Stoch (Polen) vor Simon Ammann (Schweiz) und dem 41 Jahre alten Noriaki Kasai (Japan).

"Man muss ehrlich sagen, dass wir weit vom Podest weg waren. Das war nicht unsere Schanze, eher die von Kamil Stoch", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Morgenstern benommen ins Krankenhaus

Morgenstern verlor einen Tag nach seinem Sieg auf der Hochfirstschanze nach einem Flug auf 141 Meter das Gleichgewicht und rutschte mit dem Kopf voran den Hang herunter.

Der dreimalige Olympiasieger stand zunächst auf, knickte aber nach zwei Schritten ein und fiel benommen zu Boden. Morgenstern musste auf einer Trage in ein Zelt gebracht werden, nach 30 Minuten wurde er mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Schwenningen gebracht.

"Erste Diagnose: Kleiner Finger gebrochen, schwere Prellungen, Cuts im Gesicht. Weitere Untersuchungen folgen, schaut aber nach Glück im Unglück aus", schrieb Morgenstern am Abend bei Facebook.

Zuvor hatte bereits der österreichische Skiverband "vorsichtige Entwarnung" gegeben.

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Achter Weltcupsieg für Stoch

"Das wünscht man keinem. Ich hoffe, dass es ihm gut geht", sagte Freund. Fast zur Nebensache wurde somit das Springen.

Stoch holte seinen achten Weltcupsieg mit Flügen auf 142,5 und 138,5 Meter und 300,7 Punkten. Hinter Freund (279,8 Punkte) verpasste Richard Freitag (/275,5) als Elfter knapp die Top Ten.

Michael Neumayer (Berchtesgaden) belegte gleichauf mit Marinus Kraus (273, 4) den 13. Rang und erfüllte erstmals die halbe Norm für Olympia. (DATENCENTER: Ergebnisse Skispringen)

"Endlich hatte ich das nötige Glück, das sollte mir Selbstvertrauen geben", sagte Neumayer.

Schlierenzauer weiter in Front

Andreas Wellinger (269,3), Andreas Wank (267, 1) und Karl Geiger (263,2) sammelten auf den Rängen 18, 20 und 23 ebenfalls Punkte.

Im Gesamtweltcup verteidigte Gregor Schlierenzauer als Achter mit jetzt 298 Punkten die Führung vor Freund (256).

Marinus Kraus (180) und Andreas Wellinger (173) liegen ebenfalls in den Top Ten.

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