Carina Vogt gewann in Sotschi Olympia-Gold
Carina Vogt gewann in diesem Jahr Bronze bei der Junioren-WM © imago

Die DSV-Adler springen im Mixed-Auftakt auf Platz vier. Gastgeber Norwegen sichert sich den Sieg. Österreich wird disqualifiziert.

Lillehammer - Im Nieselregen von Lillehammer standen die deutschen Skispringer ein wenig bedröppelt in der Ecke.

"Ich kann mir das nicht erklären. Ich habe einen Fehler gehabt, und dann kam noch Rückenwind dazu", sagte Carina Vogt nach dem mageren vierten Platz des DSV-Quartetts bei der Premiere des neuen Mixed-Wettbewerbs.

Zwei "Hüpfer" der 20-Jährigen aus Degenfeld auf 68,0 und 82,0 Meter hatten die Hoffnungen auf einen Podestplatz zum Start in den WM-Winter in Luft aufgelöst.

Vogt patzt

"Carina ist weit unter ihren Möglichkeiten geblieben. Sie weiß, dass sie mehr kann", sagte Horst Hüttel, Sportlicher Leiter beim DSV.

Erst eine Aufholjagd rettete Richard Freitag, Severin Freund, Ulrike Gräßler und Vogt zumindest noch Platz vier. Der WM-Siebte Freund sprach dennoch von einem "schönen Einstand" in die Saison:

"Das war nicht perfekt, aber ich bin zufrieden", sagte der 24-Jährige, der bei seinen guten Sprüngen auf 101,5 und 96,5 m jeweils Probleme bei der Landung hatte.

Generalprobe für WM

Der Sieg auf der kleinen Olympiaschanze von 1994 ging an Gastgeber Norwegen vor Japan und Italien. Der Wettbewerb in Lillehammer war gleichzeitig die WM-Generalprobe:

Das nächste Mixed-Springen steht erst bei den Titelkämpfen Ende Februar in Val di Fiemme auf dem Programm.

Noch schlechter als das DSV-Team erwischte es Topfavorit Österreich, der ein Opfer der neuen Anzugregel wurde: Der zweimalige Team-Olympiasieger Andreas Kofler wurde disqualifiziert, die Austria-Adler verpassten somit den zweiten Durchgang.

"Für die Mannschaft tut es mir leid. Das ist eine unangenehme Situation. Natürlich geht man beim Ausmessen ans Limit, ich muss jetzt nachjustieren", sagte Kofler.

Seit diesem Winter dürfen zwischen Haut und Stoff nur noch zwei statt sechs Zentimeter Luft liegen.

Gute Quali für DSV-Adler

Für bessere Laune hatten am Vormittag die Männer in der Qualifikation für das Einzel-Springen am Samstag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) gesorgt.

Während die vorqualifizierten Freund und Freitag bei ebenfalls widrigen Verhältnissen verzichteten, zeigte besonders der 17 Jahre alte Youngster Andreas Wellinger eine ansprechende Leistung.

Der jüngste Springer des Deutschen Skiverbandes (DSV) kam auf 94,5 Meter (120,3 Punkte). Ein großer Teil der Weltspitze ging allerdings nicht an den Start.

Schmitt fehlt

Neben Wellinger erreichten auch Sommer-Grand-Prix-Gewinner Andreas Wank (92,0 Meter/120,4 Punkte), Michael Neumayer (91,5/114,4), Danny Queck (82,5/111,3) und Karl Geiger (89,0/110,3) das erste Einzelspringen der Saison am Samstag.

Altmeister Martin Schmitt ist in Lillehammer nicht dabei. Der 34 Jahre alte Team-Olympiasieger aus Furtwangen hat zunächst den Anschluss verpasst und fehlt beim Weltcup-Start. Der Ex-Weltmeister muss sich über gute Leistungen im Continentalcup anbieten.

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