Jochen Behle war von 2002 bis 2012 Bundestrainer für den Skilanglauf
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Nach dem schwachen Saisonstart der deutschen Skilangläufer erwartet Ex-Bundestrainer Jochen Behle auch bei der am Samstag in Oberhof beginnenden Tour de Ski keine Erfolge der DSV-Männer.

"Das war bislang gar nichts", sagte der 53-Jährige auf eurosport.yahoo.com: "Natürlich kannst Du als Sportler immer Hoffnung haben. Grundsätzlich gibt einem aber keiner eine Begründung dafür, warum man überhaupt Hoffnung haben sollte."

Im Kampf um das Ticket für die Olympischen Spiele in Sotschi (7. bis 23. Februar) sieht Behle dennoch weiter Chancen für den zweimaligen Ex-Weltmeister Axel Teichmann (Lobenstein) und den früheren Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer (Vachendorf).

"Sollten tatsächlich einige Hochkaräter die Tour auslassen, ist das Sotschi-Ticket für Angerer, Teichmann und Co. sicherlich im Bereich des Möglichen", sagte Behle.

Voraussetzung dafür sei jedoch "eine gehörige Leistungssteigerung".

Bei den Damen habe dagegen Denise Herrmann (Oberwiesenthal) Erwartungen geweckt. "Sie hat in dieser Saison schon hervorragende Leistungen gezeigt. Bei der Tour können wir von ihr eine gute Platzierung erwarten", sagte Behle: "Um den Sieg kämpfen allerdings andere."

Klare Favoritinnen sind laut Behle erneut Marit Björgen, Therese Johaug (beide Norwegen) und Justyna Kowalczyk (Polen).

Die achte Auflage des Etappenrennens macht bis zum 5. Januar noch in Lenzerheide (Schweiz), Cortina, Toblach und Val di Fiemme (alles Italien) Station.

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