Ohne Routinier Tobias Angerer haben die deutschen Skilangläufer im einzigen Staffel-Rennen vor den Winterspielen in Sotschi noch keine Olympiaform gezeigt.

Beim knappen Sieg des WM-Dritten Russland kamen Tim Tscharnke, Axel Teichmann, Jens Filbrich und Thomas Bing über 4x7,5 Kilometer nur auf den neunten Platz.

Hinter dem russischen Schlussläufer Maxim Wylegschanin landeten im norwegischen Lillehammer gleich drei Teams der Gastgeber auf den Plätzen zwei bis vier.

Tscharnke und Teichmann hielten das DSV-Quartett bei moderatem Tempo zunächst in der Spitzengruppe, ehe das Tempo auf der dritten Runde anzog.

Filbrich musste abreißen lassen und übergab mit gut einer Minute Rückstand nur als Neunter.

"Das war von Anfang an relativ zäh. Besonders bergab bin ich abgehängt worden, ich hatte aber auch Obergranaten mit auf der Strecke", sagte Filbrich in der "ARD".

Schlussläufer Thomas Bing hielt bei seiner Premiere in einer deutschen Staffel die Position und kam 1:15,2 Minuten hinter Russland ins Ziel.

Der zweimalige Olympia-Zweite Angerer (Vachendorf) hatte nach seinem schwachen Saisonstart auf die Staffel verzichtet.

Der 36-Jährige hatte sich bereits am Samstag bei seinem 46. Platz über 15 Kilometer nicht fit gefühlt.

"Das ist natürlich schade, zumal das so etwas wie die Generalprobe war", sagte Filbrich.

Am Samstag hatten neben Angerer auch die übrigen DSV-Athleten im Klassikrennen enttäuscht.

Tscharnke sorgte beim ersten Sieg von Lokalmatador Pal Golberg mit Rang 23 noch für das beste Ergebnis.

Wie der 23 Jahre alte Tscharnke hatte auch Teichmann als 38. sein zweites Saisonresultat unter den Top 15 und damit die Norm für Olympia verpasst.

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