Missglückte Sprint-Generalprobe im Luftkurort: Die deutschen Skilangläufer sind beim Weltcup in Davos/Schweiz im ungeliebten Klassik-Sprint früh gescheitert und haben eine Woche vor dem Beginn der WM in Val di Fiemme (20. Februar bis 3. März) ein Top-10-Resultat verpasst.

Alexander Wolz lieferte als 14. das beste Ergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV). Auf der anspruchsvollen Strecke war im Kampf mit der starken Konkurrenz für den 21-Jährigen aber trotz eines furiosen Schlussspurts Endstation.

"Es war ein supergeiles Rennen. Ich bin total happy, das war Wahnsinn", sagte Wolz, der sich erst im Fotofinish geschlagen geben musste und damit nur hauchdünn das Halbfinale verpasste. Keine Chance in ihren Finalläufen hatten hingegen Daniel Heun (20.) und Sebastian Eisenlauer (28.).

Bei den Frauen erreichten immerhin Denise Herrmann und Hanna Kolb das Viertelfinale. Am Ende musste sich die 24-jährige Herrmann mit dem 14. Platz zufrieden geben, direkt hinter ihr landete die drei Jahre jüngere Kolb. Sprintspezialist Tim Tscharnke wurde geschont.

Die Siege machten die Favoriten unter sich aus. Bei den Frauen triumphierte die polnische Gesamtweltcup-Führende Justyna Kowalczyk souverän vor Marit Björgen. Das Männer-Rennen gewann der Kasache Alexej Poltoranin vor Lokalmatador Dario Cologna.

Abgeschlossen wird der Weltcup in Davos am Sonntag mit den Freistil-Rennen der Frauen über 10 km und der Männer über 15 km. Dort kämpft Routinier Stefanie Böhler noch um ihre letzte Chance auf ein WM-Ticket. Dazu muss sie unter die ersten acht laufen.

Auch der zweimalige Weltmeister Axel Teichmann hat die WM-Norm zwar noch nicht erfüllt, wurde von Bundestrainer Frank Ullrich allerdings in das bislang zwölfköpfige DSV-Team berufen. Tobias Angerer, im Gesamt-Weltcup als Elfter bester Deutscher, wird in Davos mit Blick auf den Saisonhöhepunkt geschont.

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