Olympiasiegerin Justyna Kowalczyk hat sich vor dem Weltcup-Start am Samstag heftig über ihr Quartier im schwedischen Gällivare beschwert.

Wie "eine Woche Einzelhaft" sei die Unterbringung, schrieb die Polin in ihrem Blog: "Die Zimmer sind so klein, dass du dich nicht einmal umdrehen kannst, wenn die Tür geschlossen ist. Es gibt kein Fenster und es stinkt nach frischer Farbe. Man bekommt Atemnot. In Polen werden nicht einmal Tiere so behandelt", meinte die 29-Jährige.

Kowalczyk, ärgste Rivalin der norwegischen Langlauf-"Königin" Marit Björgen, sieht in der Zimmer-Auswahl eine bewusste Benachteiligung. "Meine norwegischen und schwedischen Konkurrenten hätten sich wohl bei der Versteckten Kamera gewähnt, wenn sie diese Zimmer gesehen hätten. Wir Polen, Ukrainer, Slowaken, Weißrussen und Litauer bekommen immer die schlechtesten Zimmer, am weitesten weg von den Stadien", so Kowalczyk. Nach einer Nacht dürften sie und ihre Teamkollegen aber wohl umziehen.

Der schwedische Ausrichter wies die Kritik der zweimaligen Weltmeisterin umgehend zurück:

"Die FIS hat sich die Wohneinheiten angeschaut und sie gutgeheißen. Und wir haben die Polen da untergebracht, wo sie untergebracht werden wollten", sagte Generalsekretär Tommy Niva dem "Aftonbladet" (Schweden). Kowalczyk habe das größte Zimmer bekommen, ein Doppelzimmer. "Ich glaube, sie war nicht einmal drin."

Im Vorjahr hätten die Polen Zimmer gehabt, die von der FIS mit vier Sternen bewertet worden seien, Topwert sind fünf Sterne. "Aber da hat sie sich auch schon beschwert", sagte Niva.

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