Nach ihrem Kreuzbandriss im Februar bestritt Lindsey Vonn zuletzt mit erneut angerissenem Kreuzband die Rennen im kanadischen Lake Louise © imago

Lindsey Vonn hat die traurige Diagnose bestätigt.

Nach dem Abfahrtsweltcup im französischen Val d'Isere räumte die Amerikanerin im "ZDF" ein, dass es sich bei ihrer Verletzung im November doch um einen kompletten Abriss des Kreuzbandes gehandelt habe.

Via twitter hieß es:

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Bei Vonns Absage für die Rennen in St. Moritz am vergangenen Wochenende war noch davon ausgegangen worden, dass es sich nur um einen Teilabriss des Bandes handelt.

Die Amerikanerin hatte sich das Kreuzband schon einmal im Februar gerissen und während des Sommer an ihrem Comeback gearbeitet.

In Val d'Isere fuhr Vonn vor den Augen ihres Lebensgefährten Tiger Woods nach eineinhalb Minuten Fahrzeit an einem Tor vorbei und fasste sich anschließend mit schmerzverzerrtem Gesicht an ihr lädiertes rechtes Knie.

Beim "ZDF" erklärte Vonn hinterher auch, dass sie trotz der Schwere der Verletzung weiterfahren wolle. Die Operation des Kreuzbands soll erst nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi erfolgen.

"AP" zitierte Vonn mit den Worten: "Ich bin nicht mehr verletzt als zuvor. Ich werde meinen Plan beibehalten. Ich muss nur vorsichtiger damit sein, wie viele Rennen ich fahren will."

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Und weiter: "Es gibt immer ein Risiko mein Knie und den Meniskus zu verletzten. Daher gilt Safety first. Ich versuche so wenig Wettkämpfe wie möglich zu bestreiten. Wahrscheinlich werden es nur noch ein oder zwei Rennen vor Olympia, und das nächste Rennen wird irgendwann im Januar sein."

Im Schatten von Vonns Verletzung gewann in Val d'Isere die Schweizerin Marianne Kaufmann-Abderhalden ihren ersten Weltcup.

In einem durch Stürze beeinträchtigten Rennen siegte sie vor Gesamtweltcupsiegerin Tina Maze aus Slowenien (0,29 Sekunden zurück) und Cornalia Hütter aus Österreich (0,52).

Maria Höfl-Riesch belegte nach einer fehlerhaften Fahrt Rang neun (1,21).

Beeinträchtigt wurde das Rennen durch die Stürze von Marie Marchand-Arvier aus Frankreich (Startnummer 13) und Stacey Cook aus den USA (Startnummer 15).

Marchand-Arvier musste mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden, Cook konnte aus eigener Kraft ins Tal fahren.

Insgesamt war das Rennen für gut 40 Minuten unterbrochen, die Piste wurde dadurch zwischenzeitlich vor allem im unteren Streckenteil ein wenig langsamer.

Im Abfahrtsweltcup bleibt Höfl-Riesch in Führung - sechs Punkte vor Kaufmann-Abderhalden.

Im Gesamtweltcup liegt die Doppel-Olympiasiegerin fünf Punkte hinter der diesmal viertplatzierten Tina Weirather (Liechtenstein).

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