Marlies Schild aus Österreich (32) und ihre jüngere Schwester Bernadette (23) haben am Dienstag mit Rang eins und drei beim Slalom im französischen Courchevel für einen sehr seltenen Moment im alpinen Ski-Weltcup gesorgt. Geschwister auf dem Siegerpodest sind rar - es ist aber auch schon mehrfach vorgekommen, bei Frauen und Männern.

Zwei Schwestern auf dem Siegetreppchen, das hatte es zuletzt am 13. Dezember 2009 gegeben, als Maria Riesch beim Slalom im schwedischen Are Zweite wurde, Schwester Susanne Dritte. Mit einem Sieg für eine der Schwestern endete zuletzt am 4. März 1982 der Weltcup-Riesenslalom in Waterville Valley/USA: Irene Epple gewann vor Maria Epple.

Platz eins und drei in einem Weltcup-Rennen hatten zwei Schwestern zuletzt am 27. Februar 1982 belegt: In Aspen im US-Bundesstaat Colorado gewann damals Maria Epple, auf der untersten Stufe des Podiums stand Irene Epple. Die französischen Schwestern Goitschel vollbrachten Ähnliches nie im Weltcup, aber bei Olympia: 1964 in Innsbruck gewann Marielle den Riesenslalom vor Christine (und derzeitgleich Jean Saubert/USA), im Slalom siegte Christine vor Mareille.

Bei den Männern waren derartige Leistungen den Brüdern Mahre vorbehalten. Am 14. März 1982 siegte beim Slalom im slowakischen Jasna Phil Mahre, Zwillingsbruder Steve wurde Dritter. Einen Monat zuvor hatte Steve vor Phil den Slalom in Garmisch-Partenkirchen gewonnen.

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