Patrick Kueng gab 2009 sein Debüt im Weltcup © getty

In einem Super-G-Rennen der Überraschungen hat Ski-Rennläufer Patrick Kueng aus der Schweiz in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert.

Der 29 Jahre alte Außenseiter, erst mit Nummer 28 nach den großen Favoriten gestartet, siegte im WM-Ort von 2015 vor einem bislang weitgehend unbekannten Österreicher: Otmar Striedinger war mit Startnummer 45 nur 0,24 Sekunden langsamer als Kueng.

Peter Fill (Italien) und Hannes Reichelt (Österreich) belegten zeitgleich Rang drei (0,38 Sekunden zurück). Josef Ferstl, Tobias Stechert und Andreas Strodl schieden aus. Bester Deutscher war Andreas Sander (Ennepetal) auf Rang 49.

Für die Schweizer Männer war es der erste Weltcup-Sieg seit März 2012, als Beat Feuz im norwegischen Kvitfjell ebenfalls einen Super-G gewonnen hatte. "Richtig glauben kann ich das nicht", sagte Kueng im "ORF".

In zuvor 62 Starts bei Weltcup-Rennen hatte er es nur zweimal überhaupt auf das Siegertreppchen geschafft, zuletzt im Dezember 2011 bei der Abfahrt in Bormio (2.), davor im März 2010 bei der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen (3.).

Striedinger hatte bislang 15 Weltcup-Rennen bestritten, war dabei aber dreimal in die Punkteränge, also unter die ersten 30 gefahren. "Ich hab es gar nicht glauben können. Ich hab' auf der Tafel den Zweier gesehen - hab' mich gar nicht wirklich ausgekannt", sagte er.

Zu den geschlagenen Favoriten gehörte neben Weltmeister Ted Ligety aus den USA (5.) auch Aksel Lund Svindal (7.), am Vortag an gleicher Stelle noch Sieger der Abfahrt: Der Norweger hatte in den vergangenen neun Super-G-Rennen mindestens das Podest erreicht und die vergangenen vier in Serie gewonnen.

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