Die ständigen körperlichen Probleme haben Felix Neureuther nachdenklich gemacht.

Nun schließt der Slalom-Vizeweltmeister auch einen Rücktritt nach dem kommenden Winter nicht mehr aus.

"Ich liebe das Skifahren und würde unheimlich gerne weitermachen. Aber wenn der Körper das Stopp-Schild davorstellt, muss man erkennen: Jetzt ist es Zeit, zu gehen", sagte der 29-Jährige im Interview mit dem "Münchner Merkur".

Nach wie vor kämpft Neureuther mit den Folgen einer Sprunggelenks-OP im Juni, in der Vorsaison machten ihm Rückenprobleme zu schaffen.

"Die Sache mit dem Rücken im vergangenen Winter - das war heftig. Da bin ich nachdenklich geworden", gab er zu.

Obwohl der Partenkirchener derzeit alles andere als topfit ist, will er beim Weltcup-Auftakt in Sölden am 27. Oktober an den Start gehen.

"Ich will auf jeden Fall", gab er sich motiviert.

Doch ob er beim Riesenslalom am Rettenbachferner vorne mitfahren kann, ist fraglich. Erst Anfang Oktober begann er mit dem Stangentraining, beim Skifahren hat er immer noch leichte Schmerzen am Knöchel.

"Ich muss nach wie vor aufpassen, damit die Wunde nicht größer wird", beschrieb er seine momentanen Einschränkungen.

Im vergangenen Winter hatte sich Neureuther vor allem im Slalom in bestechender Form gezeigt, drei Weltcup-Siege gefeiert und die Saison mit der Silbermedaille bei der WM in Schladming gekrönt.

Doch angesichts seiner Verletzungsprobleme geht er nun erst einmal ohne große Erwartungen in die Saison.

"Ich versuche das einzig Positive aus der Verletzung rauszuziehen. Nämlich: Ich kann den Druck von mir weghalten. Vor allem nach der vergangenen Saison ist die Erwartungshaltung sehr groß."

Weiterlesen