Als James-Bond-Jäger eroberte der frühere alpine Star Bernard Russi 1969 auf Skiern die Kinoleinwand.

Aber wie bei allen Schurken, die "007" nach dem Leben trachteten, endete das Ganze im Streifen "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" auch für den Schweizer nicht gut. Er geriet in eine Schneefräse. Bei dem Stunt brach sich Russi die Hand und einen Halswirbel, er erkannte: "Ich bin kein Stuntman."

Russis Welt waren vielmehr die Pisten, am Dienstag wird er 65 Jahre alt.

1972 im japanischen Sapporo feierte Bernard Russi seinen größten sportlichen Erfolg. Der Eidgenosse holte Gold in der Abfahrt. Zwei Jahre zuvor war er in Gröden überraschend Weltmeister geworden.

"Für mich war Olympiagold die größte sportliche Herausforderung. Ich musste meinen Weltmeistertitel bestätigen", sagte Russi im Rückblick.

Bei den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck musste sich der zweimalige "Schweizer Sportler des Jahres" hinter dem legendären Österreicher Franz Klammer mit Silber begnügen.

"Aber auch verlieren kann schön sein", sagte Russi, der 1999 mit dem "Skiing Legend Award" ausgezeichnet wurde.

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