Ski-Rennläufer Tobias Stechert hat sich bei der Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado wohl eine schwere Knieverletzung zugezogen.

Der 27 Jahre alte Oberstdorfer war auf der berüchtigten Piste "Birds of Prey" mit Zwischenbestzeit unterwegs, als er beim Versuch, einen kleineren Fahrfehler zu korrigieren, einen Schlag erwischte und fast zu Fall kam.

Stechert zog sich dabei einer ersten Diagnose zufolge erneut einen Kreuzbandriss im linken Knie zu.

"Ich bin am Innenski weggerutscht, da hat der Außenski gegriffen, und ich habe einen Schlag aufs Knie bekommen, scheiße. Ich hoffe, dass es weniger ist, aber es hat sich nicht gut angefühlt", sagte Stechert.

Der Allgäuer hielt sich mit etwas Mühe auf den Beinen und fuhr an den Streckenrand, wo er sich ans linke Knie griff - dorthin, wo bei ihm schon 2009 das Kreuzband gerissen war. 2004 hatte er überdies im rechten Knie einen Kreuzbandriss erlitten.

Stechert musste mit dem Rettungsschlitten zu Tal gebracht werden, wo nach ersten Untersuchungen die erste, niederschmetternde Diagnose gestellt wurde.

Demnach ist das linke Kreuzband wohl durchgerissen.

Zuvor hatte er sich die Skier abgeschnallt, seine Handschuhe warf Stechert verärgert in den Schnee. Um den Fortgang des Rennens zu ermöglichen, rutschte er unter einem Sicherheitszaun durch, wartete neben der Piste auf den Ackja, mit dem er sicher in den Zielraum gebracht werden konnte.

Stechert hatte sich auf der "Raubvogel-Piste", einer der anspruchsvollsten Strecken im Weltcup, einiges ausgerechnet. In der Vorwoche hatte er als Fünfter der Abfahrt von Lake Louise das beste deutsche Ergebnis in der Königsdisziplin seit 2004 geliefert. Auch im Training bewegte er sich in der Weltspitze.

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