Sensation durch Tobias Stechert: Der 27 Jahre alte Oberstdorfer ist beim Sieg des Norwegers Aksel Lund Svindal bei der ersten Weltcup-Abfahrt der Saison in Lake Louise/Kanada völlig überraschend auf Rang fünf gefahren.

Mit seiner besten Weltcup-Platzierung sicherte sich Stechert das Ticket für die WM im Februar im österreichischen Schladming.Stechert, mit der hohen Startnummer 32 unterwegs, hatte auf der Gleiterstrecke `Men's Olympic" 0,85 Sekunden Rückstand auf Svindal, der seinen 17. Sieg feierte.

Bis zur zweiten Zwischenzeit lag er gar in Führung. Auf die Podiumsplätze fehlten Stechert, älterer Bruder der Speed-Spezialistin Gina, 0,19 Sekunden. Max Franz (0,64 Sekunden zurück) und die beiden Dritten Klaus Kröll (beide Österreich) sowie Marco Sullivan (USA/beide 0,66) lagen noch vor ihm.

"Für mich ist das brutal, schon Wahnsinn", sagte der überwältigte Stechert. Er habe "von oben weg gleich ein gutes Gefühl gehabt, aber das hatte ich auch schon im zweiten Training - und war hundslangsam. Deshalb habe ich mich erst gar nicht zu freuen getraut, bis ich die Zeit gesehen habe." Dann aber jubelte er richtig.

Stecherts bisher beste Platzierung im Weltcup war Platz 14 beim Super-G in Gröden im vergangenen Dezember. In der Königsdisziplin war er zuvor nur sechs Mal in den Punkten, sein bestes Resultat hatte er als 18. in Chamonix im Februar.

Ebenfalls zufrieden sein durfte Stephan Keppler (2,07), der auf den 18. Rang (nach 39 Startern) kam. Für Keppler, der nach wie vor unter Knieproblemen leidet, war es das beste Resultat in Lake Louise seit Rang acht im November 2006.

Für Svindal, Abfahrtsweltmeister 2007 in Are/Schweden, war es der sechste Weltcup-Sieg in der Königsdisziplin, aber der erste in Lake Louise. "Es fängt ganz gut an", sagte er.

Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz von Mattia Casse. Der Italiener schlug in einen Fangzaun ein und musste mit dem Helikopter ausgeflogen werden.

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