MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Felix Neureuther wurde bei Olympia 2010 Achter im Riesenslalom © getty

Erstmals stehen drei deutsche Ski-Rennläufer unter den Top-Acht. Felix Neureuther sehnt die Pause herbei, um neue Kraft zu tanken.

Alta Badia/München - So gut, wie seit Markus Wasmeier nicht mehr:Felix Neureuther, Fritz Dopfer und Stefan Luitz grinsten sich eins.

Das deutsche Riesenslalom-Trio geht mit einem historisch starken Ergebnis in die Weihnachtspause.

Im italienischen Alta Badia belegten Dopfer, Neureuther und Luitz beim 21. Weltcup-Sieg von Marcel Hirscher aus Österreich die Plätze vier, fünf und acht.

Drei deutsche Männer unter den ersten Acht - das hat es noch nie gegeben in viereinhalb Jahrzehnten Ski-Weltcup.

Hirscher wieder top

"Wir sind eine echt gute Truppe", sagte Neureuther. Der 29-Jährige trotzte einem lädiertem Rücken und verletzten Daumen.

Auf der traditionell anspruchsvollen Piste Gran Risa im Gadertal waren Hirscher, der Franzose Alexis Pinturault (0,35 Sekunden zurück) sowie Weltmeister Ted Ligety (0,58) eine Liga für sich (SERVICE: Alle Rennergebnisse).

"Aber dahinter kommen gleich wir Deutschen", meinte Neureuther nicht ohne Stolz - und die anderen beiden nickten dazu erfreut.

Für Olympia sind das keine schlechten Aussichten.

Neureuther braucht Pause

Glücklich waren die Drei am Ende alle - jeder auf seine Art.

Dopfer, weil er vor diesem traditionsreichen Rennen eine neue Bindungsplatte auf die Skier geschraubt hatte.

Luitz wirkte erleichtert, weil der achte Rang eine "Bestätigung war" für den dritten Platz eine Woche zuvor in Val d'Isere.

Und Neureuther unter anderem, weil "jetzt Weihnachten ist" und er seine Blessuren ein wenig pflegen kann.

"Extrem ansprechend"

Zum erst zweiten Mal fuhren drei deutsche Ski-Rennläufer im seit 1967 ausgetragenen Weltcup unter die ersten Zehn, das war am 11. Januar 1990 bei der Abfahrt im österreichischen Schladming zuletzt Stefan Krauss (6.), Markus Wasmeier (9.) und Hansjörg Tauscher (10.) gelungen.

"Extrem gut verkauft, extrem ansprechend", meinte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier - ergänzte aber mit kritischem Blick auf das Rennen tags zuvor: "Bei den Abfahrern kommen wir keinen Schritt weiter." (Bericht)

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