Maria Höfl-Riesch gewann in der Saison 2010/2011 den Gesamtweltcup © getty

Die Doppel-Olympiasiegerin leistet sich im Super G in St. Moritz zwei Fahrfehler. Auch die anderen Deutschen enttäuschen.

St. Moritz - Ein Patzer am ersten Übergang, ein Patzer am zweiten - das war es dann:

Am Ende des Weltcup-Super-G in St. Moritz in der Schweiz stand Maria Höfl-Riesch ein wenig missmutig im sonnenüberfluteten Zielraum und haderte beim Sieg von Tina Weirather aus Liechtenstein mit ihrem achten Rang. (SERVICE: Das Rennergebnis)

"Die Enttäuschung überwiegt", bekannte sie, es sei ärgerlich, "wenn man so gut drauf ist und es nicht runterbringt."

Fahrfehler kosten Top-Platzierung

Im zweiten Rennen nacheinander fuhr Höfl-Riesch zumindest an einem Platz auf dem Siegertreppchen vorbei.

Vergangenen Sonntag im kanadischen Lake Louise war sie prächtig unterwegs gewesen, patzte dann aber nach einem Missverständnis in der Kommunikation mit Cheftrainer Tom Stauffer an einer Welle und fiel weit zurück.

Diesmal unterliefen ihr "zwei große Patzer", oder "technische Fahrfehler", wie sie sagte. Heißt: mein Fehler.

Schwedin überrascht

Ansonsten, ergänzte Höfl-Riesch, ansonsten sei sie gut unterwegs gewesen.

"Tina wäre auch ohne die zwei Fehler schwer zu schlagen gewesen", sagte die Doppel-Olympiasiegern, aber für einen Platz auf dem Siegerpodest hätte es womöglich gereicht.

Dorthin fuhr zur allgemeinen Überraschung Kajsa Kling aus Schweden, die mit Startnummer 44 Weirathers Bestzeit um 0,31 Sekunden verfehlte. Dritte wurde Anna Fenninger aus Österreich (+0,39).

Hronek und Co. schwach

Enttäuschend verlief das Rennen auch für die anderen Deutschen.

Veronique Hronek, die seit ihrem elften Platz beim Saisonauftakt im österreichischen Sölden der zweiten Hälfte des Olympia-Tickets hinterherfährt, erreichte nur Rang 19.

Lena Dürr und Patrizia Dorsch belegten die Ränge 44 und 46. Die erkrankte Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg ist in St. Moritz nicht am Start.

Weihrather endlich am Ziel

Weirather, Tochter der zweifachen Olympiasiegerin Hanni Wenzel und des ehemaligen Abfahrtsweltmeisters Harti Weirather, feierte nach vier Podestplätzen in dieser Saison ihren zweiten Sieg im Weltcup.

Der erste war ihr im März in Garmisch-Partenkirchen gelungen.

"Ich bin sehr happy", sagte die 24-Jährige, "bei mir funktionieren die Schwünge zurzeit unglaublich gut." Im Gesamtweltcup ist Weirather nun Zweite hinter Lara Gut (Schweiz) - und knapp vor Höfl-Riesch.

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