Tobias Stechert zog sich 2004 und 2009 einen Kreuzbandriss zu © getty

Der Deutsche stürzt nach einem Fahrfehler in Beaver Creek und verletzt sich erneut am Knie. Christof Innerhofer gewinnt.

Beaver Creek - Super-G-Weltmeister Christof Innerhofer hat die Weltcup-Abfahrt von Beaver Creek/Colorado gewonnen, für den deutschen Hoffnungsträger Tobias Stechert endete das Rennen im Rettungsschlitten.

Während der Südtiroler Innerhofer auf der berühmt-berüchtigten "Raubvogel-Piste" zum vierten Mal im Weltcup triumphierte, erlebte Stechert mit seinem wohl dritten Kreuzbandriss eine sportliche Tragödie. (Der Ski-Weltcup im LIVE-TICKER)

Der 27-Jährige, in der Vorwoche Fünfter in Lake Louise, verletzte sich im linken Knie, als er einen kleineren Fahrfehler zu korrigieren versuchte. (BERICHT: Höfl-Riesch schrammt am Podest vorbei)

"Nicht gut angefühlt"

"Ich bin am Innenski weggerutscht, da hat der Außenski gegriffen, und ich habe einen Schlag aufs Knie bekommen, scheiße. Ich hoffe, dass es weniger ist, aber es hat sich nicht gut angefühlt", sagte Stechert.

Bereits zwei Kreuzbandrisse

Im selben Gelenk hatte er sich bereits 2009 das Kreuzband gerissen, 2004 riss er sich das im rechten Knie. Nach schwierigen Jahren war er in der Form sein Lebens.

Bei der ersten Abfahrt des Winters in Kanada lieferte er das beste deutsche Ergebnis seit acht Jahren, in Beaver Creek/USA fuhr er im Training in der Weltspitze mit.

Stechert gut dabei

Auch im Rennen war der Oberstdorfer auf Kurs Top 10 unterwegs, als er einen Schlag erwischte und fast zu Fall kam. Stechert hielt sich auf den Beinen, fuhr an den Rand der Strecke - und griff sich ans linke Knie.

Mit dem Rettungsschlitten musste Stechert zu Tal gebracht werden. Zuvor hatte er sich die Skier abgeschnallt, seine Handschuhe warf er verärgert in den Schnee.

Stechert ermöglicht Fortführung

Um den Fortgang des Rennens zu ermöglichen, rutschte Stechert unter einem Sicherheitszaun durch, wartete neben der Piste auf den Ackja, mit dem er sicher in den Zielraum gebracht werden konnte. Dort gab es die erste, niederschmetternde Diagnose.

Innerhofer schüttelt Svindal ab

Der WM-Dritte Innerhofer jubelte derweil über seinen Vorsprung von 0,23 Sekunden auf den Norweger Aksel Lund Svindal. "Es ist ein Wahnsinn! In den letzten Monaten hatte ich so große Probleme", sagte Innerhofer über seinen überraschenden Erfolg.

Sander bester Deutscher

Platz drei ging an den Norweger Kjetil Jansrud (0,50 Sekunden zurück). Bester Deutscher war Andreas Sander (Ennepetal/1,76) auf Rang 28. Josef Ferstl aus Hammer (2,05) und Stephan Keppler aus Ebingen (2,09) belegten die Plätze 34 und 35.

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